Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Lauterns Biergärten und Freisitze: Beim Hotel Fröhlich soll für jeden etwas geboten werden

Im Biergarten des Hotels Fröhlich gibt es jede Menge schattige Plätze unter Bäumen. Hannes und Max Fröhlich (stehend am rechten
Im Biergarten des Hotels Fröhlich gibt es jede Menge schattige Plätze unter Bäumen. Hannes und Max Fröhlich (stehend am rechten Fass) haben für die Zukunft noch einiges vor.

In Dansenberg wird ein lebendiges Gemeinwesen gepflegt. Man trifft sich zur Handball-Fete beim TuS Dansenberg, beim Kerscheknabberfest – oder im Biergarten des Hotel Fröhlich.

Vom Parkplatz aus geht der Besucher wenige Schritte durchs große Tor und steht im stimmungsvollen Innenhof des über 150 Jahre alten Anwesens, das in fünfter Generation von Familie Fröhlich als Gasthof betrieben wird. Beeindruckend bestimmt eine alte Kastanie mit über 20 Metern Höhe das Bild. Daneben bieten Linden und ein Nussbaum Schatten für rund 200 Plätze im Biergarten. Freundlich wedelnd begrüßt Timmy, „ein reinrassiger Straßenmischling“, wie Herrchen Hannes Fröhlich sein Tier vorstellt, den Gast.

Einige Treppenstufen höher gelangt man auf die Felswand-Terrasse mit weiteren 80 Plätzen. Zwischen lila- und rosafarbenen Hortensien sitzend genießt man hier den Service des A-la-carte-Betriebs.

Wer zum Feierabendbier im Biergarten einkehrt, kann aus einer eigenen kleinen Karte wählen: Soll es ein Flammkuchen, die Pizza-Ecke oder ein deftiger Wurstsalat mit Pommes sein? Während die Restaurant-Küche im Gebäude oberhalb Innenraum und Terrasse versorgt, werden Bestellungen aus dem Biergarten in einer Blockhütte auf gleicher Ebene zügig bearbeitet und serviert. Das spart Zeit und Wegstrecke und schont das Personal.

Stolz auf die Handwerkskunst in der Küche

Zu speziellen Anlässen – wie zum Beispiel dem Eröffnungsspiel des FCK in die neue Bundesligarunde – lädt ein großer Bildschirm am Rande des Biergartens zum Rudelschauen ein. „Den haben wir zur EM letzten Jahres angeschafft“, erzählt Hannes Fröhlich. Der 30-Jährige hat bis vor Kurzem als Projektmanager in der Industrie gearbeitet. Nun führt ihn die Familientradition zurück in den elterlichen Betrieb, wo er gemeinsam mit Bruder Max durchstarten will. Maximilian Fröhlich, gelernter Koch und Hotelbetriebswirt, ist bereits seit 2018 fest im Betrieb eingebunden. Noch hat Inhaber Alfons Fröhlich gemeinsam mit seiner Frau Claudia die Zügel in der Hand. Doch im RHEINPFALZ-Gespräch wird deutlich: Die sechste Generation ist zur Stelle und bringt ihre eigenen Ideen mit, wie es auf dem Dansenberg weitergehen kann. Dabei ist klar: An der Qualität soll nicht gerüttelt werden.

Stolz sind die Fröhlichs auf die Handwerkskunst, mit der in der Küche zu Werke gegangen wird. „Unsere Soßen werden von Grund auf hergestellt, da gibt es keine Päckchen“, erklärt Max Fröhlich. „Ob Knöpfle oder Spinatknödel – bei uns wird mit echten Zutaten, Zeit und Sachverstand gekocht.“ Convenience mag anderswo üblich sein. Bei Fröhlichs setze man darauf, dass das Publikum die Arbeit mit frischen Produkten schätzt und durch sein Kommen honoriert.

Fröhlich-Burger durchläuft lange Testphase

Wo andere Betriebe über fehlenden Zuspruch junger Gäste klagen, konstatieren die Fröhlichs: „Unser Publikum ist bunt gemischt: Hausgäste vom Hotel, Wanderer, Fahrradfahrer, der Stammtisch der ehemaligen Pfaffianer oder Leute, die einfach gemütlich hier sitzen und die Ruhe schätzen. Aber wir haben auch viele Junge hier.“ Für die allerjüngsten Besucher gibt es ein wenig versteckt einen kleinen Spielplatz mit Schaukel und Rutsche. Von drei Seiten abgeschlossen kann hier im Schatten zweier Esskastanien niemand verloren gehen. Das verschafft den Eltern die Gelegenheit, ihren Biergartenaufenthalt entspannt zu genießen.

Mit Ideenreichtum bringt man im Hause Fröhlich Tradition und Modernisierung in Einklang. Da gibt es die gegrillte Schweinshaxe mit Krautsalat und Knödeln an jedem ersten Freitag im Monat. Aber eben auch Rudelschauen vorm modernen Großbildschirm. „Der ist wie im Stadion allwettertauglich, und man sieht auch was, wenn die Sonne scheint“, erläutert Hannes Fröhlich. Da werden Soßen vom Knochen aus in tagelanger Kochkunst gezogen und gleichzeitig kommen hausgemachte Burger-Variationen auf die Karte. „Das war ein harter familiärer Prozess mit ganz viel Diskussion“, erinnern sich die Brüder, wie der Fröhlich-Burger durch eine wochenlange Testphase gehen musste, bis die Familie mit dem Ergebnis zufrieden war. Auch die Öffentlichkeitsarbeit hat sich verändert: „Unser SocialMedia-Auftritt ist mittlerweile ein ganz wesentlicher Punkt für uns.“ Dafür darf dann auch mal ein professioneller Content-Creator in die Kochtöpfe schauen, um die Entstehung der hauseigenen Frikadellen in Szene zu setzen.

Eine neue Lieblingsidee

„Eigentlich ist das Sommergeschäft hier draußen ein Zubrot, das den Winter-Puffer aufbaut. Das fehlt“, konstatieren die Brüder. Neben schlechtem Wetter spüren sie die Kaufzurückhaltung: „Da geht man einfach nicht mehr so oft essen.“ Ein Grund mehr, sich auf eine neue Lieblingsidee zu fokussieren: „Wir bieten Catering an und würden dieses Segment gerne weiter ausbauen.“ Ob Quinoa-Tartar oder Mini-Wraps: Inspiration für Interessierte findet sich auf dem Instagram-Kanal des Hotel-Restaurants.

Steckbrief

Hotel Fröhlich
Dansenberger Str. 10
67661 Kaiserslautern
www.hotel-froehlich.de
Öffnungszeiten:
Ruhetag Montag und Dienstag
Öffnung Restaurant Mittwoch bis Sonntag, 17.00 - 20.00 Uhr, Sonntagmittag von 11.30 - 13.45 Uhr
Öffnung Biergarten Mittwoch bis Sonntag 17.00 - nach Bedarf
Preisübersicht:
Wasser (0,5 l) 4,80 Euro
Krombacher Pils vom Fass (0,5 l) 4,95 Euro
Aperol Spritz 6,90 Euro

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