Kaiserslautern Lautern im Detail (69): Steinbruch Kröckel

Der ehemalige Steinbruch des Unternehmers Karl Leonhard Kröckel dekoriert die Gartenschau. Der Steinbruch ist seit 1978 als Naturdenkmal in das Landschaftsschutzgebiet Kaiserberg eingebunden. In der Rechtsverordnung vom 12. Dezember 1999 heißt es unter anderem: „In fledermaustauglichen Bunkern und Stollen haben sich Zwergfledermäuse, Kleine Abendsegler und Langohrfledermäuse angesiedelt. Die hohe Felswand ist Jagdrevier des Turmfalken…“ Das Vogelschutzgebiet auf der Felskrone ergänzt dieses Naturareal. Der Steinbruch mit seiner 700 Meter langen Wand gilt als einer der bemerkenswerten geologischen Aufschlüsse der Pfalz. Die über 20 Meter hohen Felsformationen gehören zur Trifelsschicht des Mittleren Buntsandsteins. 1982 kommt der Steinbruch in Stadtbesitz. Noch Ende der 1950er Jahre arbeiten zehn Steinmetze bei Kröckel. Dann wird der Betrieb eingestellt. Bis um 1939 werden für den Hausbau in Kaiserslautern die roten Hausteine verwendet; ein Stück Stadt besteht daraus, die Waschmühltalbrücke, viele Kottenhäuser und Schulen. Als das Gelände noch frei zugänglich war, kamen die Lausbuben mit Hämmern, Haken und Seilen zu Klettertouren. Klettern im Kröckelschen Steinbruch war noch in den 1980er Jahren ein Thema. Der Alpenverein und das damalige Umweltamt argumentierten kontrovers in RHEINPFALZ-Leserbriefen.