Landtagswahl RHEINPFALZ Plus Artikel Landtagswahl 2026: Was Kaiserslauterer Wähler wissen müssen

Der Plenarsaal im Mainzer Landtag. Über die neue Zusammensetzung des Landesparlaments wird am 22. März entschieden.
Der Plenarsaal im Mainzer Landtag. Über die neue Zusammensetzung des Landesparlaments wird am 22. März entschieden.

Wie viele Menschen dürfen in Kaiserslautern bei der Landtagswahl im März wählen und was muss ich bei der Briefwahl oder im Wahllokal beachten? Alle Infos im Überblick.

Was und wann wird gewählt?
Rheinland-Pfalz wählt am vorletzten Sonntag im März, am 22. März, einen neuen Landtag. In Kaiserslautern sind dazu rund 66.000 Wahlberechtigte aufgerufen, berichtet die Leiterin der städtischen Gruppe Statistik und Wahlen, Constanze Augustin, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Am 20. Februar gehen die dazugehörigen Wahlbenachrichtigungen in die Post und sollen die Wahlberechtigten bis zum 23. Februar erreichen. Außerdem wählen die Einwohner des Stadtteils Dansenbergs noch einen Ortsvorsteher. Die Wahl ist allerdings auf den 8. März terminiert, fällt also nicht mit der Landtagswahl zusammen.

Warum wird der Ortsvorsteher in Dansenberg früher gewählt und nicht gleichzeitig mit der Landtagswahl?
„Wir haben das Kosten-Nutzen-Verhältnis geprüft und entschieden, an zwei verschiedenen Terminen zu wählen“, sagt Constanze Augustin: Ortsvorsteher in Dansenberg am 8. März, der Landtag zwei Wochen später, am 22. März. So könnten „die vorhandenen Ressourcen verbraucht werden“, Stichwort Wahlzettel, es werde also nicht teurer, wenn an zwei Tagen gewählt wird in Dansenberg. So werde auch die Möglichkeit, Fehler zu machen, minimiert und bei den Wählern „möglichst wenig Verwirrung gestiftet“, so Augustin. Gleichwohl sei der Termin der Landtagswahl der Termin einer möglichen Stichwahl gewesen, wenn mehr als zwei Kandidaten antreten würden.

Die Stadt Kaiserslautern wird von zwei Wahlkreisen abgebildet. Für wen kann ich stimmen?
Die Stadtverwaltung Kaiserslautern ist nach eigenen Angaben für die beiden Wahlkreise 44 – Kaiserslautern I und 45 – Kaiserslautern II zuständig. Der Wahlkreis 44 umfasst Kaiserslautern ohne die Ortsbezirke Dansenberg, Einsiedlerhof, Erfenbach, Erlenbach, Mölschbach, Morlautern und Siegelbach sowie ohne die ehemaligen Ortsbezirke Betzenberg und Lämmchesberg/Universitätswohnstadt. Im Wahlkreis 45 sind die Ortsbezirke Dansenberg, Einsiedlerhof, Erfenbach, Erlenbach, Mölschbach, Morlautern und Siegelbach sowie die ehemaligen Ortsbezirke Betzenberg und Lämmchesberg/Universitätswohnstadt zusammengefasst. Dazu kommen noch Verbandsgemeinden aus nahegelegenen Landkreisen: vom Landkreis Kaiserslautern die Verbandsgemeinden Enkenbach-Alsenborn und Otterbach-Otterberg sowie vom Landkreis Bad Dürkheim die Verbandsgemeinde Lambrecht.

Wie wird gewählt?
Im Stadtgebiet werden für die Landtagswahl 60 Urnenwahllokale eingerichtet, also Stellen, an denen die Stimmen abgegeben werden können. Wo genau man abstimmen muss, steht auf der Wahlbenachrichtigung. Die 60 Wahllokale sind 34 Stimmbezirken im Wahlkreis 44 und 26 im Wahlkreis 45 zugeordnet. Briefwahlbezirke gibt es 26.

Neu: Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 waren die entsprechenden Briefwahlstimmen der in der Innenstadt gelegenen Bezirke nicht eindeutig den Bezirken zuordenbar, sodass die Ergebnisse nicht recht vergleichbar waren. Die Ergebnisse in den Stadtteilen waren dagegen konsistent: Urnen- und Briefwahlstimmen konnten im Anschluss zusammengerechnet werden. Das ist bei der Landtagswahl nun fürs komplette Stadtgebiet möglich. „Wir haben uns dabei auch mit den nahe gelegenen Verbandsgemeinden ausgetauscht“, sagt Augustin.

Wie verteilen sich die Wahllokale aufs Stadtgebiet?
In manchen Stadtteilen reicht ein Wahllokal, etwa auf dem Einsiedlerhof oder in Mölschbach. In Hohenecken dagegen gibt es drei Wahllokale, in der Innenstadt auf dem Lämmchesberg sind es gar sechs Wahllokale – insgesamt 60. Um herauszufinden, wo genau ein Wahllokal eröffnet wird, und wo nicht mehr, haben die Wahl-Analysten der Stadt Daten befragt. Entscheidend sei dabei nicht die Anzahl der Wahlberechtigten, sondern die zu erwartende Anzahl der tatsächlichen Präsenzwählerinnen und -wähler. „Wir haben dabei auf die Erfahrungen aus vielen Jahren zurückgegriffen“, sagt Augustin.

Stichwort Briefwahl: Wie kann ich die beantragen?
Auf der Homepage www.kaiserslautern.de gibt es einen Link, über den man direkt die Unterlagen zur Briefwahl beantragen kann, für die Landtagswahl sowie für die Wahl des Ortsvorstehers in Dansenberg. Eine andere Möglichkeit ist, den QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung abzuscannen und so zum Onlineantrag zu gelangen. Es kann eine E-Mail an briefwahl@kaiserslautern.de gesendet werden, die dann Name, Vorname, Anschrift und Geburtsdatum enthalten muss. Achtung: Pro Person, die per Brief wählen möchte, muss eine eigene E-Mail an die Verwaltung geschickt werden. Es ist nicht möglich, in einer Mail die Unterlagen für die Ehefrau oder den -mann zu beantragen. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung ist ein Briefwahlantrag aufgedruckt, welcher an die Stadtverwaltung geschickt werden kann. Außerdem kann man persönlich im Briefwahlbüro im Foyer des Rathauses vorbeischauen und dort die Ausstellung der Briefwahlunterlagen beantragen. Eine Vollmacht muss ausgestellt sein, sollten die Unterlagen für jemanden anderen mitgebracht werden. Das Briefwahlbüro hat montags bis donnerstags zwischen 8 und 16 Uhr durchgehend und freitags zwischen 8 und 12 Uhr geöffnet.

Wie viele Menschen wählen in Kaiserslautern per Brief?
Laut Augustin hat sich die Quote der Briefwähler im Stadtgebiet zwischen 28 und 30 Prozent eingependelt, was rund 20.000 Menschen entspricht. Die Anzahl wachse nicht mehr stark an. Aus Sicht Augustins hat eine Änderung im Wahlrecht aus dem Jahr 2008 dazu geführt, dass die Anzahl der Briefwähler kontinuierlich gestiegen sei: Seither muss beim Antrag kein Grund mehr angegeben werden. „Ich glaube, dass das sich mittlerweile herumgesprochen hat“, sagt Augustin, insbesondere rund um die während der Corona-Zeit durchgeführte Bundes- und Landtagswahl im Jahr 2021. „Es ist einfach komfortabel“, sagt Augustin.

Wann muss ich die Wahlunterlagen zurückschicken?
Die Stadtverwaltung empfiehlt, die ausgefüllten Wahlzettel spätestens am 17. März zurückzuschicken.

Kann ich auch im Rathaus wählen?
Ja, das geht. Eine Möglichkeit der Briefwahl ist, seinen Wahlschein vor Ort zu beantragen und dann den Zettel sofort auszufüllen und in die Urne zu werfen. Das ist ab dem 19. Februar im Foyer des Rathauses möglich. Ab 8 Uhr täglich kann dort gewählt werden – dazu müssen ein Ausweisdokument – Personalausweis oder Reisepass – mitgebracht werden sowie die Wahlbenachrichtigung. Das Vor-Ort-Wahllokal schließt täglich um 16 Uhr, donnerstags um 18 Uhr und freitags schon um 12 Uhr.

Wie viele Helfer sind rund um die Wahlen im Einsatz?
Die Abteilung Statistik und Wahlen stockt rund um die Wahlen zeitweise Personal auf: Neben drei Voll- und einer Halbtagskraft arbeiten zwei weitere Personen zeitlich begrenzt in der Abteilung, hinzu kommen noch vier Azubis und zwei Praktikanten. Am Wahltag selbst sind hunderte Menschen im Einsatz: laut Augustin acht oder neun pro Wahllokal.

Info

www.kaiserslautern.de

An dieser Stelle finden Sie Statistiken von 23degrees.

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