Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel KSK-Teams nach Doppelsieg doppelte Tabellenführer

Fällt länger aus: Abwehrchef Ulf Feddeck.
Fällt länger aus: Abwehrchef Ulf Feddeck.

Doppelten Grund zu feiern hatten die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs (KSK): Knapp 48 Stunden nach dem der Zweiten gewann auch der KSK1.

Die zweite Mannschaft gewann 17:10 (4:1/5:5/4:3/4:1) bei den Masters des SV Friedrichsthal in der Gruppe B der Regionalliga Südwest, und die Erste siegte mit 18:12 (4:3/3:1/6:5/5:3) beim WSV Ludwigshafen II. Beide Lauterer Teams haben somit zumindest vorübergehend die Tabellenführung in der jeweiligen Klasse inne. Für die Reserve ging es mit der Partie beim SV 08 Saarbrücken schon am späten Mittwochabend wieder weiter.

Ganz und gar nicht zufrieden war KSK-Coach Karsten Schöniger in der Halbzeitpause der Begegnung beim WSV Vorwärts Ludwigshafen II mit dem, was seine ersten Mannschaft bis dahin gezeigt hatte. Von „Nichtleistung“ bis „respektloser Auftritt“ waren diverse Begriffe dabei, mit denen er seinem Ärger Luft machte. Dabei führte der KSK zu diesem Zeitpunkt mit 7:4 und hatte die Partie bis auf die kurze Phase, als die Hausherren von 0:2 auf 2:2 herankamen, eigentlich immer im Griff.

Allerdings war es angesichts der Besetzung des Gegners, der nur zu zehnt, darunter fünf Jugendspieler, angetreten war, tatsächlich ziemlich schwach, was der KSK geboten hatte. Aus Sicht des Trainers zeigte kaum einer der Akteure Normalform und er vermisste den unbedingten Willen, die offensichtliche Überlegenheit auch ausspielen zu wollen. Außerdem monierte er die leichtsinnigen – fast schon überheblichen – Abschlüsse vor dem gegnerischen Gehäuse, die einem deutlicheren Ergebnis im Wege standen.

„Leihspieler“ liefern

Viel besser wurde es trotz der Ansprache allerdings nach dem Seitenwechsel nicht – stattdessen kehrte nun auch in der Rückwärtsbewegung oft der Schlendrian ein. Der KSK musste mehrere Konter hinnehmen und verbuchte wieder einmal unnötig viele Hinausstellungen. Immerhin: Auf die drei Ludwigshafener „Leihspieler“ im Lauterer Team war Verlass: Jens Feddeck erzielte insgesamt sechs Tore (er hätte allerdings durchaus auch zweistellig scoren können), Dirk Feddeck glänzte als Vorbereiter und traf selbst dreimal, Torhüter Illia Dmytriiev entschärfte neben einigen Großchancen der Gastgeber auch seine Strafwürfe Nummer fünf und sechs in dieser Saison. Ansonsten waren allenfalls noch die vier Treffer von Jacob Schirra erwähnenswert und die Tatsache, dass Neuzugang Jordan Chatfield in der Centerverteidigung erneut eine solide Leistung ablieferte. Das wird er zukünftig auch weiterhin tun müssen, da der etatmäßige Abwehrchef Ulf Feddeck verletzungsbedingt wohl längerfristig ausfällt.

Letzterer hatte – als unter den Zuschauern sitzender Beobachter – nach dem am Ende zwar souverän scheinenden 17:12-Erfolg dann auch einiges auf seinem Notizzettel stehen – allerdings eben nur wenig Positives. Der Tenor war aber klar: „Gegen Friedrichsthal brauchen wir mit einer solchen Leistung erst gar nicht antreten, wenn wir nicht vollends unter die Räder geraten wollen.“

Arbeiten für den Platz an der Sonne

Immerhin, bis es im Mai und Juni zu den Duellen mit dem Vizemeister kommt, haben die Krokodile noch ein wenig Zeit, spielerisch wieder in die Spur zu kommen.

Rein tabellarisch sieht es momentan schon recht gut aus für den KSK, der mit der Optimalzahl von neun Punkten aus drei Spielen das Klassement der Gruppe A anführt – gefolgt von den beiden Friedrichsthaler Teams mit je sechs Zählern. Da Friedrichsthal I am Donnerstag auf den SSV Trier trifft und eine „nur“ um sechs Treffer schlechtere Tordifferenz vorweist, könnte der Platz an der Sonne aber schon bald Geschichte sein.

Für die erste Lauterer Mannschaft geht es erst im März wieder weiter, wenn innerhalb von zwölf Tagen die Heimspiele gegen Luxemburg (7. März), Worms (10. März) und Friedrichsthal II (19. März) anstehen.

Bis die Erste wieder ins Wasser springt, hat der KSK2 in der Mini-Gruppe B noch zwei Partien vor der Brust: Ehe es am Donnerstag, 5. März, daheim gegen die Masters des SV Friedrichsthal geht, ging es am Mittwochabend zum SV 08 Saarbrücken. Dorthin fuhr der KSK2 mit der Empfehlung eines Sieges, den er am Freitag zum Saisonauftakt in Friedrichsthal errungen hat. Ähnlich wie beim KSK1 klingt auch das 17:10 der kleinen Krokodile nach einem durchaus souveränen Erfolg, allerdings war dies nur bedingt der Fall: Nach einem starken Auftaktviertel (4:1) zehrte die Lauterer Reserve gegen die Friedrichsthaler Oldies in den beiden ausgeglichenen Mittelabschnitten von diesem Vorsprung und konnte erst in den letzten vier Minuten den Sieg sicher eintüten.

Ulf Feddeck, der in diesem Spiel als Betreuer fungierte, war mit dem Auftritt des Teams zwar durchaus zufrieden, insbesondere in puncto taktisches Verhalten wird Mannschaft aber noch eine Schippe drauflegen müssen, um die momentane Tabellenführung zu festigen.

So spielten sie

KSK1: Illia Dmytriiev (im Tor), Jordan Chatfield (1 Treffer), Marius Schuler (1), Stefan Raspudic, Niklas Birich (1), Jens Feddeck (6), Johannes Bröhl, Jacob Schirra (4), Stefan Stranz (2), Johann Lehmann, Leon Birich, Mattis Starck, Dirk Feddeck (3)

KSK2: Frank Dick (im Tor), Lea Korn (1 Treffer), Marius Schuler (5), Johannes Diehl (1), Niklas Birich, Adrian Zismann, Kyrylo Dmytriiev, Gleb Grinke (1), Stefan Stranz (1), Johannes Bröhl (1), Leon Birich (5), Lukas Allmann, Johann Lehmann (2)

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