Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel KSK-Team feiert zehnten Erfolg bei eigenem Turnier

Die erste Mannschaft des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs, die das eigene Mixedturnier gewann.
Die erste Mannschaft des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs, die das eigene Mixedturnier gewann.

Der Kaiserslauterer Schwimmsportklub feiert bei seinem eigenen Mixed-Turnier ein kleines Jubiläum. Dabei war der Gegner im Finale favorisiert.

Bei der 19. Ausgabe haben die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs zum zehnten Mal ihr eigenes Mixed-Turnier im Schulzentrum Süd für sich entscheiden können. In einem spannenden Finale besiegte die erste Mannschaft des KSK den Dauerrivalen Stolberger SV mit 7:4 und verteidigte den Titel aus dem Vorjahr. Für die zweite Mannschaft lief es weniger optimal: Nach sechs Niederlagen in sechs Partien musste sie mit der roten Laterne vorliebnehmen.

Enge Spiele und viele Tore

295 Tore fielen in den 24 Spielen des Wochenendes. Dabei bekamen die zahlreichen Zuschauer im Schulzentrum Süd nicht nur mit durchschnittlich 12,3 Treffern pro Partie die höchste Quote seit 2013 zu sehen, sondern sie erlebten auch eine Menge spannender Matches, von denen gleich sechs nur mit einem einzigen und vier weitere mit zwei Toren Unterschied endeten.

Der KSK 2 war bei diesen Begegnungen aber nicht beteiligt – das knappste Ergebnis war ein 2:5 gegen die Studentenmannschaft der Uni Karlsruhe – und das war bereits die Partie um Platz sieben und acht. Davor war die Lauterer Zweite in allen ihren fünf Spielen weitestgehend chancenlos geblieben. Beim 2:6 gegen den WC Ingolstadt und dem 2:10 gegen den Stolberger SV lag sie Mitte der zweiten Halbzeit bereits 0:6 zurück. Während der KSK 2 gegen die Oberbayern danach immerhin noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte, gelang das gegen die Rheinländer nicht mehr.

Auch diesmal Schlusslicht

Beim 3:9 gegen den Vorjahresfinalisten SV Friedrichsthal war für die kleinen Krokodile ebenfalls nichts zu holen, lediglich gegen den PSV Stuttgart schnupperten sie kurzzeitig an einem Erfolg: Sieben Minuten lang hielten sie das Spiel gegen die Schwaben bis zum Stand von 4:4 offen – danach brach das Team aber auch hier völlig ein und fand sich nach einem 4:11 am Ende der Vorrunde wegen des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Karlsruhe auf dem letzten Tabellenplatz wieder.

Somit traf der KSK 2 in der Vorschlussrunde erneut auf die Ingolstädter, die mit 8:4 wiederum recht kurzen Prozess mit den Lauterern machten. Im finalen Spiel gegen Karlsruhe hielt der KSK 2 dann immerhin wieder bis weit in die zweite Halbzeit hinein mit (2:2), ehe er doch noch drei Gegentreffer hinnehmen musste und das Turnier zum insgesamt fünften Mal auf dem letzten Platz beendete.

Krokodile machen sich das Leben schwer

Ungewöhnlich spannend machte es die erste Lauterer Mannschaft, von der man es beim Heim-Event eigentlich gewohnt ist, dass sie recht souverän durch die Vorrunde marschiert. Diesmal tat sie sich jedoch äußerst schwer und gewann zum Auftakt trotz einer schnellen 3:0-Führung gegen den WSV Ludwigshafen nur knapp mit 7:6. Auch gegen den SV Friedrichsthal reichte ein Drei-Tore-Vorsprung nicht aus, um die Partie souverän zu gestalten – erst in der letzten Minute führte der KSK 1 mit dem 10:8 die Entscheidung herbei. Gegen den PSV Stuttgart kam dann noch eine unerklärliche Abschlussschwäche hinzu, sodass nach acht Minuten lediglich ein 2:2 auf der Anzeigetafel stand. Immerhin trafen die Krokodile im Schlussspurt noch drei Mal und gewannen mit 5:2.

In der finalen Vorrundenbegegnung gegen die Uni Karlsruhe hätten sich die Gastgeber mit einem Kantersieg auf Platz eins schießen und gleichzeitig der zweiten Mannschaft den vorletzten Rang sichern können. Doch auch die Studenten stellten den KSK 1 überraschend lange vor Probleme, sodass die Krokodile froh sein konnten, die Partie überhaupt mit 10:8 für sich zu entscheiden.

Der Final-Evergreen

Die vielen knappen Begegnungen hatten nach der Vorrunde im Dresdner System zu einer interessanten Konstellation geführt: Während Stolberg und der KSK 1 mit zwölf Zählern vorneweg marschierten und Karlsruhe und der KSK 2 punktlos am Tabellenende rangierten, hatten im Mittelfeld gleich vier Mannschaften sechs Punkte auf dem Konto. Da es keinen direkten Vergleich untereinander gab, musste das Torverhältnis herangezogen werden und auch dies lautete gleich dreimal „plus 4“. Die Anzahl geschossener Treffer entschied letztendlich, dass der KSK 1 im Halbfinale auf Friedrichsthal und Stolberg auf den PSV Stuttgart trafen. Ingolstadt und Ludwigshafen rutschten hingegen hauchdünn in die untere Hälfte, in der sich später die Rheinstädter durch ein 10:5 gegen die Bayern Platz fünf sichern sollten.

Im Halbfinale erwischte Friedrichsthal im Gegensatz zum Duell am Samstag den besseren Start und lag nach drei Minuten 2:1 vorne. Doch die Lauterer drehten die Partie noch vor der Pause und bauten ihren Vorsprung kurz nach dem Seitenwechsel auf 4:2 aus. Die Saarländer kamen zwei Minuten vor dem Ende zwar nochmal bis auf 5:6 heran, mehr sollte aber danach nicht mehr passieren.

Trotz Erfolgsbilanz nur Außenseiter

Nachdem Friedrichsthal den PSV Stuttgart durch ein 7:2 auf Rang vier verwiesen hatte, was für die Schwaben trotzdem die beste Platzierung seit 2006 bedeutete, lautete das anschließende Finale zum insgesamt achten Mal in der Geschichte „Kaiserslautern gegen Stolberg“. Und auch wenn der KSK die letzten fünf Endspiele gegen die Rheinstädter allesamt gewonnen hatte, war er diesmal eher Außenseiter, denn zu deutlich hatte der SSV bis dahin seine Partien absolviert. Doch die Krokodile zeigten sich fast über die komplette Spieldauer von ihrer besten Seite und boten dem Favoriten nicht nur Paroli, sondern hatten das Heft fest in der Hand. In einer gut anzuschauenden Partie setzen sich die Gastgeber bis drei Minuten vor dem Ende mit 4:1 ab, bevor den Stolbergern eine einzige Minute reichte, um drei Treffer in Folge zu erzielen und auszugleichen. Das 5:4 des KSK konnten sie jedoch nicht egalisieren. Als sie nach dem 6:4 den Torhüter mit nach vorne zogen, traf Jens Feddeck aus der eigenen Hälfte ins verwaiste Gehäuse zum vielumjubelten 7:4 und somit zum zehnten Turniersieg der Lauterer.

Obwohl dies der zwanzigste Treffer des Lauterer Goalgetters war, sollte es nicht für die Torjägerkanone reichen: Wie im Vorjahr, als das Duell 18:17 endete, nahm Mark Braun vom Stolberger SV mit 21 Toren diesen Titel erneut mit nach Hause und baute seine Führung in der Gesamtwertung des Turniers mit nunmehr 253 Treffern weiter aus. Erfolgreichste Dame war Felina Ramesohl, die 13 Mal für die Uni Karlsruhe traf und beim Aushelfen für Stuttgart und Ludwigshafen fünf weitere Treffer erzielte.

So spielten sie

KSK 1: Ilya Dmytriiev - Ulf Feddeck (1 Treffer), Melanie Keller (1), Lea Korn (5), Niklas Birich (3), Jens Feddeck (20), Marius Schuler (3), Franziska Kleber (1), Stefan Stranz (5), Adrian Zismann, Anthony Heil, Dirk Feddeck (3)
KSK 2: Ilya Dmytriiev und Jens Feddeck (im Tor), Gleb Grinke, Kyrylo Dmytriiev, Johannes Diehl (2), Franziska Kleber (2), Kurt Blumeyer (2), Siboney Lang, Lukas Starck, Philipp Vinnichuk, Ann-Katrin Schmidt (2), Leon Birich (3), Mattis Starck (6), Johann Lehmann

Jens Feddeck traf beim Mixedturnier 20 Mal für den KSK.
Jens Feddeck traf beim Mixedturnier 20 Mal für den KSK.
x