Wasserball Krokodile verlieren Weiße Weste

War der erfolgreichste Lauterer Schütze: Jens Feddeck.
War der erfolgreichste Lauterer Schütze: Jens Feddeck.

Die Wasserballer des Kaiserslauterer SK mussten am Donnerstag die erste Niederlage der Saison hinnehmen. Und dann auch noch eine, die besonders bitter war.

Im Spitzenspiel der Gruppe A der Regionalliga Südwest unterlagen sie dem SV Friedrichsthal I mit 14:16 (3:3/2:2/4:3/3:4//2:4) nach Entscheidungswerfen, nahmen aber durch das 12:12 nach regulärer Spielzeit noch einen Punkt mit nachhause. Vor der Partie waren die Krokodile nervös, doch kaum war der Anpfiff erfolgt, schien alles wie weggeblasen. Nachdem sie den ersten Angriff der Gastgeber abgefangen hatten, gelang den Lauterern in Überzahl das 1:0 – 34 Sekunden waren da absolviert. Die Begegnung war eines „Spitzenspiels“ würdig, auch wenn im Folgenden die Tore nicht im Überfluss fielen. Es dauerte bis zur vierten Minute, eher der nächste Treffer – zum 1:1 Ausgleich – fiel. Das Viertel endete mit 3:3.

Im zweiten Abschnitt erspielte sich der Tabellenführer einen Zwei-Tore-Vorsprung, den die Krokodile bis Mitte des Viertels wieder ausglichen. Bis zum Seitenwechsel war dann Abnutzungskampf angesagt, in dem es zwar auf beiden Seiten etliche Chancen aber keine Tore gab. Was jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt (von beiden Seiten) begann, war die Kritik an den Unparteiischen, die aus Sicht der Akteure keine klare Linie verfolgten. Der KSK haderte insbesondere mit der Auslegung, dass beim Vereiteln klarer Torchancen nicht auf Strafwurf, sondern auf Ausschluss entschieden wurde, was den Krokodilen bei ihrer an diesem Tag eher schlechten Überzahlquote (vier Tore bei neun Versuchen) nicht unbedingt zugutekam.

Unruhe im Wasser

Acht Minuten später gingen die Lauterer zwar erstmals mit einer Führung in die Pause, richtig erfreut waren sie über den Spielstand von 9:8 jedoch nicht. Schließlich hatten sie drei Minuten zuvor noch mit 9:5 geführt. Vier Treffer in Folge schienen die Krokodile auf die Siegesstraße gebracht zu haben – doch es schien nur so. Die weiter hochkochende Unruhe nutzten die Gastgeber aus, um zum Anschluss zu kommen.

Viel ruhiger wurde es auch im Schlussabschnitt nicht, zumal zwei strittige Entscheidungen – als der Ball auf der Torlinie zum Liegen kam – jeweils zu Ungunsten der Krokodile gewertet wurden. Auch der dritte Wasserverweis von Dirk Feddeck, den der SVF zum 9:9 nutzte, führte zu Diskussionen. Aber es wurde tatsächlich auch noch Wasserball gespielt und das durchaus ansehnlich, spannend und auf ordentlichem Niveau – zur Freude der zahlreichen Zuschauer. Absetzen konnte sich nun jedoch kein Team mehr. Der KSK ging zwar fortwährend in Führung, doch es dauerte meist nur einen oder zwei Angriffe, bis der SVF wieder zum Ausgleich kam. So auch in der letzten Minute zum 12:12, das die Lauterer nicht mehr erwidern konnten.

Folglich gingen die Friedrichsthaler zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen ins Entscheidungswerfen. Zum zweiten Mal behielten sie von der Fünfmeterlinie die Oberhand. Während vier Akteure der Gastgeber ihre Strafwürfe verwandelten, trafen für den KSK nur Jens Feddeck und Jan-Philipp Minges, die schon in der regulären Spielzeit mit fünf beziehungsweise vier Toren die erfolgreichsten Lauterer Schützen waren.

Krokodile weiter auf der Jagd

Damit haben die Saarländer ihren Punktverlust vom Wochenende ausgeglichen und führen mit 22 Zählern die Tabelle der Gruppe A der Regionalliga Südwest an. Für den KSK, der bei zwei Spielen weniger 16 Punkte aufweist, ist allerdings noch nichts verloren. Das Rückspiel müssen die Krokodile aber nun definitiv für sich entscheiden, um aus eigener Kraft Meister werden zu können.

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