Kaiserslautern Krokodile punkten gegen Ligaprimus

Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs haben das Doppelwochenende gegen den WSV Vorwärts Ludwigshafen II knapp für sich entschieden. Nach dem 12:12 (1:2/5:3/4:1/2:6) am Samstag am Rhein konnte man am Sonntag beim 10:9 (2:2/4:2/4:3/0:2) im Heimspiel im Monte-Mare das bessere Ende für sich verbuchen.
Zwei spannende Partien auf Augenhöhe lieferte sich der KSK mit dem Tabellenführer der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Am Rhein erwischten die Krokodile einen starken Beginn, waren klar spielbestimmend. Die Tore fielen zunächst jedoch fast ausnahmslos für Ludwigshafen. So resultierten alleine drei der ersten vier WSV-Treffer aus unglücklich abgefälschten Distanzwürfen, die unhaltbar im Lauterer Tor einschlugen. Das erste Tor nach der fünften Hinausstellung gegen Ludwigshafen lieferte dann aber immerhin die Initialzündung für die Krokodile: Bis zur Halbzeit konnte man Partie auf 6:5 drehen, und nach dem dritten Viertel hatte man sich sogar einen 10:6-Vorsprung herausgespielt. Im Schlussviertel ließen aber einige aus Sicht der Krokodile fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen im Team Unruhe aufkommen, welche die Rheinstädter optimal zu ihren Gunsten nutzten und ihrerseits mit 12:11 in Führung gingen. Immerhin erkämpfte sich der KSK 75 Sekunden vor dem Abpfiff wieder den Ausgleich – zu mehr reichte es aber nicht mehr. Im zweiten Spiel verlief schon der Auftakt vielversprechender als tags zuvor. Zwar vergab man erneut das erste Überzahlspiel, ließ es diesmal aber nicht zu, dass die Ludwigshafener wieder davonzogen, sondern hielt die Partie offen. Bis Mitte des zweiten Viertels hatten die Gäste allenfalls hauchdünn die Nase vorn und lagen mit 3:2 und 4:3 in Front, ehe der KSK mit drei Treffern in Folge das Spiel auf eine eigene Halbzeitführung von 6:4 drehte. Als man nach dem Seitenwechsel den Vorsprung auf 10:7 ausbauen konnte, kamen in der letzten Pause unangenehme Erinnerungen an das Schlussviertel des Vortages auf. Der erneute Verlust des Vorsprungs sollte zwar mit aller Macht verhindert werden, doch offensichtlich hemmten alleine schon die Gedanken daran, gepaart mit den nun auch nachlassenden Kräften den Spielfluss der Krokodile. So wurden eigene Angriffe entweder nicht ordentlich zu Ende gespielt oder überhastet abgeschlossen, wodurch man Ludwigshafen förmlich einlud, wieder auf 9:10 heranzukommen. Gut, dass bei den Gästen die Kondition und Konzentration ebenfalls nicht mehr auf höchstem Niveau waren, denn so konnten die Lauterer - durchaus mit etwas Glück, aber keinesfalls unverdient – diesmal beide Zähler auf der Habenseite verbuchen. Mit 11:5 Punkten bleibt Ludwigshafen II Spitzenreiter und der KSK (7:3) weiterhin Viertplatzierter. Dazwischen liegen mit Friedrichsthal und dem SC Neustadt III (je 8:0) nicht nur die einzigen verlustpunktfreien Teams, sondern auch die beiden nächsten Gegner der Lauterer, auf die man am kommenden Samstag im Monte-Mare beziehungsweise in zwei Wochen in Neustadt triff.