Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Krokodile mit Kantersieg zur Regionalliga-Meisterschaft

So sehen Meister aus: Das Wasserball-Team des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs jubelt nach dem Sieg in Ludwigshafen.
So sehen Meister aus: Das Wasserball-Team des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs jubelt nach dem Sieg in Ludwigshafen.

Erstmals seit 15 Jahren geht der Titel in der höchsten südwestdeutschen Wasserball-Klasse wieder nach Kaiserslautern. Die Krokodile machen auf den letzten Drücker alles klar.

Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs haben es geschafft: Dank eines 23:13 (6:2, 7:2, 3:3, 7:6)-Erfolges beim WSV Vorwärts Ludwigshafen II haben die Krokodile auf den letzten Drücker doch noch die Tabellenspitze der A-Gruppe der Regionalliga Südwest erklommen.

Die Vorzeichen standen gut für die Lauterer, denn die Gastgeber konnten nur zu elft antreten und hatten nur wenige Akteure mit Zweitliga-Erfahrung im Kader. Auf der anderen Seite war der KSK in Bestbesetzung angereist, sodass man im Lager der Krokodile vorab schon recht optimistisch war, den Sack mit einem Erfolg zumachen zu können.

Trainer-Ansage: „Spielt doch mal Wasserball“

Dass es dann bereits nach 20 Sekunden 1:0 für Ludwigshafen stand, überraschte sicherlich nicht nur die KSK-Akteure. Zwar musste man sich nur kurz schütteln und drehte den Spieß mit drei Treffern in Folge schnell um, allerdings blieben die Gastgeber den Lauterern bis weit in die Mitte des Anfangsviertels dicht auf den Fersen. Erst in den letzten drei Minuten schnürten die Krokodile einen weiteren Dreierpack und gingen mit 6:2 in die erste Pause.

So richtig hatte KSK-Trainer Karsten Schöniger die gezeigte Leistung trotzdem noch nicht gefallen. Seine Ansage ans Team, die er fast unisono mit Dirk Feddeck machte, klang relativ simpel: „Spielt doch einfach mal Wasserball“. Für seine Spieler war dies jedoch offensichtlich eine ausreichende Vorgabe, die sie bis zur Halbzeit fast optimal umsetzten, indem sie sieben eigene Treffer erzielten, während sie nur zwei weitere Gegentore hinnehmen mussten.

Sogar KSK-Torwart Ilya Dmytriiev trifft

So war die Partie beim Stand von 13:4 praktisch bereits beim Seitenwechsel entschieden. Verfrühter Jubel kam bei den Lauterern noch nicht auf. Aber der Coach wechselte nun munter durch und gab der zweiten Garde, die in der Partie gegen Neustadt geglänzt hatte, viel Wasserzeit. Zunächst brauchte sie zwar noch etwas Anlaufzeit, sodass es einen komplett ausgeglichenen Abschnitt gab (3:3), das letzte Viertel der Saison ging dann jedoch wieder mit 7:6 an die Krokodile. Dabei lag man zwischenzeitlich sogar mehrfach mit zwölf Treffern in Führung. Am Ende wurde das Team etwas nachlässiger, brachte den Sieg mit 23:13 aber souverän nach Hause.

Fast die komplette Mannschaft konnte sich dabei in die Torschützenliste eintragen – sogar Torwart Ilya Dmytriiev gelang ein Treffer aus dem eigenen Gehäuse über das komplette Feld. Mit jeweils vier Toren waren die erfolgreichsten Werfer Dirk Feddeck, der wichtige Treffer in der Anfangsphase der Partie erzielte, und Niklas Birich, der nach dem Seitenwechsel mehrere gut vorgetragene Spielzüge perfekt abschloss. Lukas Allmann und Jens Feddeck trafen je dreimal, wodurch Letzterer sich mit 64 Treffern die Torjägerkrone der Regionalliga Südwest sicherte und dabei den zweitplatzierten Tim Hornuf (SC Poseidon Worms) mit 39 Treffern weit hinter sich ließ.

Direkten Vergleich gegen Friedrichsthal gewonnen

In der Abschlusstabelle der Gruppe A weisen die Lauterer mit 31 Zählern nun die gleiche Punktzahl auf wie der SV Friedrichsthal I, haben aber mit +100 das klar bessere Torverhältnis als die Saarländer (+50). Beim Wasserball wird bei Punktgleichheit aber zunächst der direkte Vergleich bei der Entscheidungsfindung. Hier hatte der KSK das Hinspiel nach 12:12-Endstand zwar mit 14:16 im Entscheidungswerfen verloren, die Partie im Monte Mare konnte man aber mit 10:7 nach regulärer Spielzeit gewinnen, sodass man nach beiden Duellen mit 4:2 Punkten die Nase vorne hat. Weil die Rechnung natürlich im Vorfeld bekannt war, konnten die Feierlichkeiten bei den Krokodilen direkt nach dem Abpfiff losgehen – gut, dass es am Wochenende in Kaiserslauterns Altstadt viele Möglichkeiten dazu gab.

So spielten sie

Kaiserslauterer Schwimmsportklub: Ilya Dmytriiev (im Tor/1 Treffer) - Ulf Feddeck, Johann Lehmann, Lukas Allmann (3), Niklas Birich (4), Jens Feddeck (3), Björn Schlick (1), Jacob Schirra (2), Stefan Stranz (1), Jan-Philipp Minges (2), Leon Birich (1), Mattis Starck (1), Dirk Feddeck (4).

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