Kaiserslautern Krokodile machen Oberliga-Einzug klar

Mit dem vierten Heimsieg beim vierten Auftritt im Monte Mare haben sich die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs für die Ende Mai startende Sommerrunde einen Platz in der „Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar“ gesichert.
Dank des 16:5 (5:0/4:2/3:1/4:2)-Erfolges gegen den SC Poseidon Worms können die Krokodile schon vor der abschließenden Vorrunden-Partie am Donnerstag in Neunkirchen auch theoretisch nicht mehr aus den Top 5 verdrängt werden. Erstmals in dieser Saison hatten die Lauterer kadermäßig die Qual der Wahl. Für die 13 Plätze auf dem Protokoll standen gleich 14 Akteure parat. Routinier Bernd Feddeck gab kurzerhand seine Kappe weiter und übernahm das Kommando am Beckenrand. Offensichtlich fand er die richtigen Worte, um sein Team auf einen Gegner einzustellen, der lediglich mit einer Rumpftruppe im Monte Mare angetreten war. Nur acht Wormser, darunter drei Jugendspieler, wollten versuchen, den zuletzt schwächelnden Krokodilen die erste Heimniederlage der Saison beizubringen. Doch der KSK erwischte wieder einen Traumstart, ging nach 18 Sekunden in Führung und baute diese bis Mitte des Viertels kontinuierlich auf 4:0 aus. Feddecks Taktik, den Wormser Spielmacher durch enge Deckung aus der Partie zu nehmen, trug Früchte. Mit 5:0 ging es in die Pause. Ehe die Wormser in der zehnten Minute ihren ersten Torerfolg bejubeln durften, war der KSK per Strafwurf und ein verwandeltes Überzahlspiel bereits auf 7:0 davongezogen. Schon zu dieser Phase begannen die Gäste, immer häufiger mit den Schiedsrichterentscheidungen zu hadern, was allerdings – außer Unruhe in den eigenen Reihen – nichts einbrachte. Die Krokodile spielten davon unbeeindruckt konsequent weiter nach vorn, ließen zwar zwischenzeitlich einige Großchancen aus, konnten den Vorsprung bis zum Seitenwechsel aber auf 9:2 vergrößern. Doch der fast schon obligatorische Einbruch nach der großen Pause blieb auch diesmal beim KSK nicht aus, sodass er im dritten Viertel etwas von der optischen Überlegenheit einbüßte. Da Worms allerdings mittlerweile aufgrund der dünnen Personaldecke an die konditionellen Grenzen stieß, fiel die Schwächephase der Lauterer ergebnistechnisch nicht weiter ins Gewicht. Nachdem es lange bei dem sieben Toren Abstand blieb (10:3), erhöhten die Krokodile in der letzten Minute des Spielabschnitts durch einen Doppelschlag auf 12:3. Auch im Schlussviertel fand Interimstrainer Bernd Feddeck nach schlampiger Deckungsarbeit und schlecht ausgeführten Überzahlspielen Ansätze zur Kritik, jedoch blieb beides ohne größere Folgen. Worms bemühte sich zwar, konnte aber außer zwei Treffern innerhalb von 30 Sekunden zum zwischenzeitlichen 13:5 keine weiteren Glanzpunkte setzen. Als die Partie vor sich hinplätscherte, kam in der letzten Spielminute doch noch einmal Hektik auf: Durch zahlreiche Hinausstellungen war Worms in der Zwischenzeit auf sechs Akteure dezimiert und musste in den letzten 45 Sekunden zwei Strafwürfe gegen sich hinnehmen, die vom ganzen Team als unberechtigt angesehen und lautstark kommentiert wurden. Doch auch hier ließen sich die Krokodile nicht aus der Ruhe bringen, nutzten beide eins-gegen-eins-Duelle und schraubten das Ergebnis bis zum Schlusspfiff auf 16:5. Vor der abschließenden Vorrundenpartie am Donnerstag bei der SGW Neunkirchen/Homburg steht der KSK mit 12:4 Punkten auf Rang zwei der Tabelle, hat einen Platz unter den ersten fünf Teams bereits sicher und wird im Sommer um die Oberliga-Meisterschaft spielen. (sts)