Kaiserslautern Krokodile müssen sich mit Silber begnügen

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Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs konnten im vorletzten Heimspiel nicht für eine Überraschung sorgen. Sie unterlagen im Finale des Pokals von SWSV, SSB und SVR dem favorisierten WSV Ludwigshafen II erwartungsgemäß mit 12:19 (3:5/2:5/4:5/ 3:4). Allerdings zeigte das letzte Aufgebot der Lauterer eine engagierte Leistung und hätte ein knapperes Ergebnis verdient gehabt.

Sollte Spielertrainer Stefan Raspudic in den vergangenen Wochen gedacht haben, dass er schon sein letztes Aufgebot um sich versammelt hätte, so musste er lernen, dass die Personaldecke tatsächlich noch dünner werden kann. Neben den Langzeitverletzten musste er mit den beruflich beziehungsweise schulisch verhinderten Frederik Ramthun und Attila Chouchan auf zwei weitere Akteure verzichten, konnte aber Stefan Göde zu seinem ersten Saisonspiel bringen. Er machte seine Sache gut und steuerte drei Treffer bei. Mitte des dritten Viertels sorgte er mit einem Doppelpack zum 8:11 dafür, dass kurzeitig wieder Hoffnung bei den Krokodilen aufkam, die zwischenzeitlich schon mit sechs Treffern zurückgelegen hatten. Dabei hatten die Gastgeber trotz ihrer wenigen Wechselmöglichkeiten dem Favoriten vom Rhein von Beginn an ordentlich Paroli geboten und mit dazu beigetragen, dass den zahlreichen Zuschauern ein Wasserball-Spektakel mit Toren im Minutentakt beschert wurde. Im Startviertel zeigte sich der WSV cleverer im Ausnutzen seiner Möglichkeiten und war fünfmal erfolgreich, während der KSK nur dreimal traf. Hätten die Krokodile im zweiten Abschnitt ihre bis dahin 100-prozentige Quote bei Überzahlspielen halten können, wären sie auch beim Seitenwechsel noch knapp hinter den Rheinstädtern gewesen, die erneut fünf Treffer erzielten. Allerdings ließen die Hausherren zwei Hinausstellungen des Gegners ungenutzt und vergaben einen Strafwurf, sodass sie zur Halbzeit mit 5:10 zurücklagen. Es folgte ein weiterer Ludwigshafener Treffer, ehe Stefan Raspudic und Stefan Göde die Lauterer auf 8:11 heranbrachten. Das sollte jedoch das letzte Mal gewesen sein, dass die Krokodile an der Überraschung schnuppern durften. Kurz darauf war Ludwigshafen trotz eines weiteren KSK-Tores durch Dirk Feddeck wieder auf sechs Treffer davongezogen und ging mit 15:9 in die letzte Pause. In den finalen acht Minuten ergaben sich für die Krokodile noch einige Möglichkeiten zur Ergebniskorrektur, allerdings zeigten sie sich wohl auch aufgrund des Kräfteverschleißes zu unkonzentriert im Abschluss. Dirk Feddeck per Strafwurf und in Überzahl, sowie Stefan Stranz (ebenfalls in Überzahl) sorgten immerhin noch für eine Zwei-Drittel-Quote beim Ausnutzen persönlicher Fehler des WSV (acht von zwölf), was aufgrund von vier Gegentreffern jedoch nicht reichte, um das Endergebnis freundlicher zu gestalten. „Immer wenn wir dran waren, konnte Ludwigshafen wieder genug Qualität von der Bank ins Becken bringen, um nicht wirklich in Gefahr zu geraten. Aber wir haben das im Rahmen unserer Möglichkeiten heute hervorragend gemacht“, attestierte Coach Raspudic, der mit vier Toren treffsicherstes Krokodil war, dem kompletten Team eine starke Leistung. Die gilt es heute zum letzten Mal in der Saison abzurufen, wenn der SC Neustadt II seine Visitenkarte im Warmfreibad abgibt. Für die Partie bekam der KSK vom alten und neuen Pokalsieger WSV Ludwigshafen II die besten Wünsche mit auf den Weg: Sollte es den Lauterern nämlich gelingen, der Neustadter Bundesliga-Reserve zumindest einen Punkt abzuknöpfen, dürfte man am Rhein das Double aus Pokal-Erfolg und Oberliga-Meisterschaft feiern. So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Stefan Raspudic (4 Treffer), Melanie Keller, Johannes Bröhl, Stefan Göde (3), Stefan Stranz (2), Anita Raspudic, Jens Feddeck, Dirk Feddeck (3) |sts

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