Kaiserslautern Krokodile kehren unters Hallendach zurück

Nach der Schließung der Freibäder trainieren die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs (KSK) seit einer Woche wieder in der Halle, und sie haben direkt ihren ersten Einsatz der Saison 2018/2019 vor Augen: Am Wochenende tritt man beim „Alois-Uder-Pokal“ an.
Von Ende der 70er bis Anfang der 90er Jahre war das Friedrichsthaler Turnier ein fester Termin in den Kalendern der südwestdeutschen Wasserballer. 2010 und 2011 lebte es nochmals kurz auf, ehe es im Vorjahr zurückkehrte. Heute sind wieder viele Akteure dabei, die schon vor 30 Jahren ins Wasser des kleinen Friedrichsthaler Beckens gesprungen sind – ein eindeutiges Zeichen dafür, dass es hier eben nicht nur um sportliche Höchstleistungen geht. Zwar wollen sich insbesondere die jüngeren Wasserballer natürlich immer profilieren, allerdings tut auch der frühe Zeitpunkt, zu dem sich die meisten Teams noch mitten in der Saison-Vorbereitung mit schwimmintensiven Trainingseinheiten befinden, sein Übriges dazu, dass sowohl im taktischen, als auch im konditionelles Bereich einiges noch nicht perfekt passen wird. Die Krokodile, die bis heute erst zwei Trainingseinheiten in der Halle absolviert haben, fahren ebenfalls mit der Ungewissheit ins Saarland, dass sie über den eigenen Leistungsstand momentan eigentlich nichts sagen können. Bei den letzten Turnierteilnahmen zu ähnlichen Terminen fiel dies jedoch aus Lauterer Sicht nicht negativ ins Gewicht: 2017 verpasste man als Zweitplatzierter nach den Turniersiegen 2010 und 2011 den Titelhattrick nur knapp. Mit neun Teams verzeichnen die Organisatoren 2018 einen neuen Rekord im Teilnehmerfeld, durch das dank des SC Thionville auch wieder internationales Flair strömt. Auf die Franzosen kann der KSK allerdings erst am Sonntag treffen, da beide in der Vorrunde in unterschiedlichen Gruppen spielen. Stattdessen bekommen es die Lauterer zunächst mit dem SV 08 Saarbrücken, dem Masterteam des WSV Ludwigshafen und der zweiten Mannschaft der Gastgeber zu tun. Mit Thionville, Friedrichsthal I, den Wasserfreunden Gemmingen, Zweitliga-Absteiger PSV Stuttgart und Vorjahressieger WSV Ludwigshafen ist die Parallelgruppe allerdings bärenstark besetzt.