Kaiserslautern Krokodile können es auch kämpferisch

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In einer körperbetonten Partie haben die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs ihren siebten Saisonsieg eingefahren. Mit 11:4 (4:1/2:0/3:0/2:3) behielten sie bei der SGW Neunkirchen/Homburg die Oberhand und ziehen damit unabhängig von den restlichen Liga-Ergebnissen mit 4:4 Punkten als Dritter in die Sommerrunde der Oberliga ein.

Es war wieder einmal ein Auftakt nach Maß für die Krokodile, die zwar nicht in Bestbesetzung antraten, aber trotzdem einen ordentlichen Kader im Saarland vorweisen konnten: Gut vier Minuten waren erst gespielt, als der KSK bereits ebenso viele Tore auf dem Konto hatte. Doch schon zu diesem Zeitpunkt wurde deutlich, dass das Schiedsrichtergespann an diesem Abend alle Hände voll zu tun haben würde, denn einige wenige aus dem Team der Gastgeber hatten sich von Beginn an für die etwas härtere Gangart entschieden. Zunächst machte dies dem KSK jedoch wenig zu schaffen, da sich der Rest der SGW viel zu weit weg vom Gegner aufhielt, sodass die Krokodile zu leichten Kontertoren gelangten. Erst als Neunkirchen/Homburg beim Stand von 4:0 Mitte des Viertels eine Auszeit nahm und danach komplett auf enge Deckung umstellte, hatte der Torreigen ein Ende. Die Lauterer ließen sich in dieser Phase von der zum Teil ruppigen Spielweise des Gegners den Schneid abkaufen und verloren etwas von ihrer Souveränität. So kamen die Gastgeber zwar schnell zum 1:4, da die KSK-Abwehr aber ansonsten sicher stand, blieb es bis zur ersten Pause bei dem einen Gegentreffer. Für das zweite Viertel hatten sich die Lauterer vorgenommen, die körperbetonte Spielweise der SGW anzunehmen. Fortan bildeten sich Pärchen, auf die die Unparteiischen ein gesondertes Augenmerk werfen mussten. Die Hinausstellungen häuften sich, und es wurde phasenweise laut und hektisch. Neunkirchen schien sichtlich überrascht, dass sich die Krokodile im Kampf nicht alles gefallen ließen. Im Spiel zeigten sich die Lauterer vor allem in der Abwehrarbeit clever. Immer wieder wurden Bälle vorzeitig abgefangen, und wenn die Gastgeber doch mal einen Angriff zu Ende spielten, stand immer noch Frank Dick im Tor parat. Jener war für die Saarländer knapp 20 Spielminuten lang nicht mehr zu überwinden und blieb die beiden Mittelviertel ohne Gegentor. Vorne lief es hingegen nicht ganz so optimal für die Gäste, die nach ihrem fulminanten Beginn kaum noch schwimmerische Akzente setzen konnten und fast nur noch in Überzahl zu Toren kamen. Nichtsdestotrotz war die Partie mit Zwischenergebnissen von 2:0 und 3:0 beim Stand von 9:1 für den KSK praktisch schon nach dem dritten Viertel entschieden. Dass die Lauterer ihre letzte Pause zumindest mental um zwei Minuten verlängerten, war trotzdem ärgerlich und unnötig: Passend zum anstehenden Osterfest ließen sie sich innerhalb von 61 Sekunden gleich drei Eier ins Nest legen und leisteten dabei in Form von Passivität ordentlich Mithilfe. Zu mehr sollte es für die Saarländer – die unter anderem kurz vor dem Ende mit einem Strafwurf scheiterten – jedoch nicht reichen, während der KSK bis zum Schlusspfiff noch zweimal traf und das Ergebnis auf 11:4 ausbaute. Mit 14:4 Punkten liegen die Lauterer zwischen den beiden Ludwigshafener Mannschaften (14:2 und 11:5) auf Rang zwei der Vorrunde. Bis die restlichen Partien ausgetragen sind, wird der KSK wohl noch einen Platz abrutschen und dann als Dritter in die Sommerrunde der Oberliga einziehen, für die die zwei Teams vom Rhein bereits qualifiziert sind. Der Vierte im Bunde ist höchstwahrscheinlich der SC Neustadt II (10:2), und um den letzten Platz streiten sich im Fernduell SSV Trier und Poseidon Worms (beide 6:8). Somit nehmen die Krokodile zwei Siege und zwei Niederlagen mit in den Meisterschaftskampf, haben aber voraussichtlich sechs Wochen Zeit, um sich auf die letzten vier Begegnungen der Saison vorzubereiten. (sts)

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