Kaiserslautern Krokodile erreichen vorzeitig Saisonziel

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Einen unerwarteten Erfolg durften die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs am Montag beim ersten Freibad-Heimspiel der Saison bejubeln: Dank einer geschlossen und starken Mannschaftsleistung besiegte man den WSV Vorwärts Ludwigshafen II mit 9:8 (2:2/3:1/3:4/1:1) und hat somit schon zwei Spieltage vor Schluss das Saisonziel erreicht, da man nun auch theoretisch nicht mehr aus den Top drei verdrängt werden kann.

Obwohl erst die Hälfte der Partien in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar absolviert wurden, ist auch eine weitere Entscheidung bereits gefallen: Der amtierende Meister WSV Vorwärts Ludwigshafen II ist entthront. Allerdings haben sich die Rheinstädter dies zum Großteil selbst zuzuschreiben, da man zuletzt meist nur noch in Minimalbesetzung antrat. Immerhin zu neunt, allerdings ohne etatmäßigen Torhüter, war man am Montag im Warmfreibad erschienen und hatte mehrere Zweitliga-erfahrene Akteure am Start, so dass man in Bezug auf die individuelle Spielstärke durchaus die Favoritenrolle innehatte. Doch die Krokodile hielten von Beginn an gut dagegen und konnten sich sogar optische Vorteile erspielen. Bereits nach 48 Sekunden erzielte Stefan Raspudic das 1:0 für den KSK, und nachdem Ludwigshafen eine Hinausstellung der Lauterer zum Ausgleich genutzt hatte, war es Johannes Bröhl, der für die 2:1 Führung der Hausherren sorgte. Auch wenn man weiterhin die Oberhand behielt, gelang es den Krokodilen im Folgenden leider nicht, den Vorsprung auszubauen. Stattdessen ging es mit 2:2 in die erste Pause.Auch im zweiten Viertel boten beide Teams den zahlreichen Zuschauern eine ausgeglichene Partie. In der zehnten Minute erzielte Frederik Ramthun das 3:2, und nur 45 Sekunden später war es erneut Stefan Raspudic, der das an diesem Tage einzige Überzahlspiel des KSK zum ersten Zwei-Tore-Vorsprung verwertete. Da man in der Abwehr sehr konzentriert zu Werke ging, blieben Großchancen für Ludwigshafen Mangelware. So benötigten die Gäste eine weitere Hinausstellung, um zum Anschlusstreffer zu kommen, den Dirk Feddeck aber noch vor dem Seitenwechsel mit dem 5:3 beantwortete.In der zweiten Halbzeit blieb es weiterhin eine Partie auf Augenhöhe, wobei die Lauterer etwas mehr vom Spiel hatten, aber viel zu schlampig mit ihren Torchancen umgingen. Negativer Höhepunkt: Beim Stand von 8:7 (KSK-Treffer durch Frederik Ramthun, Dirk Feddeck und Stefan Raspudic) schafften es die Krokodile kurz vor der letzten Pause nicht, den Ball aus einem Meter Entfernung im leeren Tor unterzubringen. Das sollte sich rächen, denn eine gute halbe Minute nach Wiederbeginn konnte Ludwigshafen ausgleichen. Nun entwickelte sich eine Begegnung auf Messers Schneide, in der es fortwährend hin und her ging. Weil aber auf beiden Seiten die Abwehrreihen dominierten, blieb es mehr als fünf Spielminuten lang torlos, ehe Ulf Feddeck den KSK mit 9:8 in Führung brachte. In den verbleibenden 150 Sekunden schafften es die Lauterer, die Angriffe der Rheinstädter abzuwehren, und so durften sie am Ende einen verdienten Sieg feiern. Profitierend vom 11:11 des Letzten SSV Trier (1:11 Punkte) gegen WSV Ludwigshafen III (3:9), kann der KSK (8:4) durch den Erfolg nicht mehr aus den Medaillenplätzen verdrängt werden. Tabellenführer SC Neustadt II (12:0) ist bei einer um 40 Treffer besseren Tordifferenz gegenüber den momentan zweitplatzierten Lautereren nur noch theoretisch einholbar. Neustadt kann in Trier praktisch alles klarmachen, während es für den KSK am kommenden Mittwoch beim WSV Ludwigshafen III darum geht, vielleicht sogar einen Angriff auf die Silbermedaille zu unternehmen. Zuvor hat man aber am Sonntag die Ludwigshafener erneut im Warmfreibad zu Gast, wo man ab 11.30 Uhr um den Einzug ins Finale des südwestdeutschen Pokals spielt. (sts)

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