Kaiserslautern Krokodile erreichen Pokalhalbfinale

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Unerwartet deutlich haben die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs am Sonntag das kombinierte Liga- und Pokalspiel für sich entschieden. Beim 24:8 (6:1/8:3/5:2/5:2)-Erfolg über den SV Neunkirchen waren die Krokodile ihrem Gegner vom ersten Anschwimmen bis zum Schlusspfiff klar überlegen und gewannen auch in dieser Höhe verdient. Im Pokal hat man sich dadurch für das Halbfinale qualifiziert, in der Liga hält man weiterhin Kontakt zur Spitze.

Eigentlich ist die Geschichte des Spiels ziemlich schnell erzählt, denn bereits nach dem ersten Viertel war die Partie so gut wie entschieden. 6:1 führte der KSK zu diesem Zeitpunkt und hatte den SVN fast perfekt im Griff. Dabei war man vor Spielbeginn nicht ganz so zuversichtlich im Lager der Krokodile gewesen, denn wieder einmal nahmen nur zwei Akteure auf der Ersatzbank Platz. Doch der Kaiserslauterer Coach Phil Lane hatte offensichtlich die richtige Taktik ausgegeben, und so hielt man die Gäste durch eine enge Pressdeckung von Beginn an weitestgehend vom eigenen Tor fern. Im Angriff setzte man die Vorgaben des Trainers ebenfalls beinahe optimal um und bewegte sich viel, was zu etlichen Hinausstellungen gegen Neunkirchen führte. Und selbst das sonst oft kränkelnde Überzahlspiel des KSK funktionierte an diesem Tag prima: Am Ende gab es mit neun Toren bei elf Versuchen eine Quote von über 80 Prozent. Die ab und an etwas kleinlich pfeifenden Unparteiischen verteilten auch auf Lauterer Seite zwölf Ausschlüsse, bei denen der erneut starke, wenngleich wenig beschäftigte Frank Dick lediglich dreimal hinter sich greifen musste. Aber obwohl es viele persönliche Strafen gab, war es eine durchaus faire Partie, in der zwar ab und zu kleine Nicklichkeiten aufkamen, die dann aber von den Schiedsrichtern konsequent und auf beiden Seiten gleichermaßen unterbunden wurden. Im Neunkirchener Team kam nichtsdestotrotz schon früh Unruhe auf, da man mit einigen Entscheidungen offensichtlich nicht einverstanden war. Wie üblich schadete dies allerdings lediglich der eigenen Leistung, und so konnte der KSK, der davon unbeeindruckt weiterspielte, bis zum Seitenwechsel auf 14:4 davonziehen. In der zweiten Halbzeit schafften es die Krokodile nicht mehr ganz so gut, ihre Konzentration hochzuhalten, was unter anderem auch dem Kräfteverschleiß aufgrund der dünnen Personaldecke geschuldet war. Einen Sahnetag hatte Jens Feddeck erwischt. Im bisherigen Saisonverlauf bislang noch ohne eigenes Tor, steuerte das erst 15- jährige Nachwuchstalent diesmal gleich fünf Treffer bei und spielte sich weitere gute Möglichkeiten heraus. Der wieder genesene Wasserballwart Stefan Raspudic traf ebenso fünfmal und wurde dabei nur noch von Lauterns Goalgetter vom Dienst Dirk Feddeck übertroffen, der nicht nur acht Tore erzielte, sondern auch mehrfach als perfekter Vorbereiter glänzte. Wie Jens Feddeck erzielten Anita Raspudic und Ulf Feddeck ebenfalls ihre ersten beiden Saisontreffer – Stefan Stranz machte mit seinen zwei Toren das doppelte Dutzend zum 24:8 Endstand voll. Durch den zweiten Sieg in der zweiten Vorrundenpartie haben die Krokodile im südwestdeutschen Pokal den Gruppensieg unter Dach und Fach gebracht und treffen jetzt im Halbfinale auf den WSV Vorwärts Ludwigshafen II. So spielten sie Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck (2 Treffer), Stefan Raspudic (5), Melanie Keller, Jens Feddeck (5), Stefan Stranz (2), Anita Raspudic (2), Juan Espinosa, Dirk Feddeck (8).

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