Wasserball
Krokodile des Kaiserslauterer SK gewinnen ihr Turnier
Das Turnier startete am Samstagmittag in der Schwimmhalle des Schulzentrums Süd. Nach fünf Jahren ohne Mixed-Turnier war der Kaiserslauterer Schwimmsportklub (KSK) mit seinen beiden Wasserballteams vertreten und sorgte für eine tolle Veranstaltung mit packenden Duellen. Gespielt wurde, aufgrund der Größe des Schwimmbeckens, nicht wie üblich sieben gegen sieben, sondern sechs gegen sechs, wovon pro Team mindestens zwei der Akteure im Wasser weiblich sein mussten. Zu Gast waren der Stolberger SV, die Uni Karlsruhe, der SV Friedrichsthal, der PSV Stuttgart, der WSV Ludwigshafen und der Herren WC Ingolstadt. Einige der Teams kennen sich gut aus dem Ligabetrieb, so waren zum Beispiel der SV Friedrichsthal und der WSV Ludwigshafen Kontrahenten der beiden Kaiserslauterer Wasserballmannschaften in der vergangenen Saison der Regionalliga Südwest.
An diesem Wochenende ging es jedoch nicht ausschließlich um den Wettbewerb. Stefan Stranz, der den KSK wie kein zweiter verkörpert, erklärte, dass auch der Spaß und das Beisammensein nicht zu kurz kämen. „Natürlich wollen die Mannschaften ihre Spiele gewinnen, aber gerade nach der Gruppenphase am Samstag geht es auch ein bisschen um die Party danach“, erklärte Stranz. Er selbst ist als Spieler der ersten Mannschaft und auch als Schiedsrichter tätig.
Zwei Schiedsrichter im Einsatz
Dass es im Wasser bei Zweikämpfen um den Ball auch schnell mal dazu kommen kann, dass sich die Spieler kurzzeitig unter Wasser tunken, ist praktisch unvermeidbar. So sind bei jeder Partie zwei Schiedsrichter im Einsatz, die auf den beiden gegenüberliegenden langen Seiten des Beckens für Ordnung sorgen. Was im Schwimmbecken oft wie ein äußerst ruppiger Zweikampf aussieht, ist meist jedoch harmlos. Wenn es dann doch zu kleinen Rangeleien kommt, pfeifen die Schiedsrichter ab und zeigen per Handzeichen an, wie fortgefahren wird. Sollte es zu einem heftigen Vergehen kommen, so bekommt der Spieler eine Auszeit und muss sich hinter dem eigenen Tor im Wasser aufhalten, bis entweder ein Tor fällt oder der Ball sich nicht mehr im Spielfeld befindet.
Den Auftakt am Samstag machte die Mannschaft des starken Stolberger SV gegen die Hobbymannschaft der Uni Karlsruhe. Die Stolberger zeigten früh, dass sie ein Favorit auf den Turniersieg sein könnten und bezwangen die Karlsruher deutlich mit 11:2. Der KSK II musste sich im ersten Spiel zwar mit 5:9 dem SV Friedrichsthal geschlagen geben, war in der darauffolgenden Partie allerdings gegen die Uni Karlsruhe mit 4:3 erfolgreich. Für die Zweitbesetzung der Krokodile war es der erste Sieg beim Mixed-Turnier seit 10 Jahren.
Holpriger Start
Die erste Mannschaft des KSK startete etwas holprig und verlor ihr erstes Spiel, trotz zahlreicher Chancen, gegen den Herren WC Ingolstadt knapp mit 5:6. Der Fehltritt sollte jedoch nur ein kleiner Wachrüttler für die Gastgeber bleiben. Gegen Stuttgart bestimmte der KSK von Beginn an die Partie und lag bereits zum Seitenwechsel mit 7:1 in Führung. Am Ende ging der KSK mit einem 9:2-Sieg aus dem Wasser. Im entscheidenden Spiel um den Einzug ins Halbfinale führten die Lauterer wieder früh mit 3:0, der Gegner aus Ludwigshafen glich jedoch zur Pause aus. So versprach die zweite Halbzeit äußerst viel Spannung mit einem glücklichen Ende für die Krokodile. Nach Abpfiff stand ein 5:3-Sieg für sie auf der Anzeigetafel, der den direkten Halbfinaleinzug bedeutete.
Das „untere“ Halbfinale, in dem die zweite Mannschaft des Kaiserslauterer SK gegen den WSV Ludwigshafen antrat, ging nach zwischenzeitlicher 2:0-Führung für den KSK II mit 6:4 an die Gäste des WSV. Im Spiel um Platz sieben traf der KSK II dann erneut auf die Uni Karlsruhe und ging zum zweiten Mal in diesem Turnier als Sieger hervor. Lange Zeit sahen sich die Gastgeber einem Rückstand gegenüber, drehten die Partie jedoch kurz vor Schluss und mussten sich somit erstmals seit 2018 nicht mit dem letzten Platz zufriedengeben.
Im Halbfinale gegen den Dauerrivalen
Für die erste Mannschaft stand nach dem kleinen Erfolg der zweiten Mannschaft ein spannendes und packendes Halbfinale gegen den Dauerrivalen aus Stolberg bevor. Der KSK und der Stolberger SV treffen beim Mixed-Turnier regelmäßig im Finale aufeinander. Zunächst führte Kaiserslautern, Stolberg hatte allerdings die richtige Antwort parat und drehte die Partie zur Pause auf 4:3. Auch im zweiten Durchgang lieferten sich beide Teams ein wildes Hin und Her. Der KSK drehte spielerisch noch mal auf und erlangte die Führung zurück – 6:4. Gegen Ende traf der Stolberger SV dann erneut zum Ausgleich, ehe der KSK wenige Sekunden vor Schluss mit einem starken Angriff den 7:6-Siegtreffer erzielte.
KSK siegt verdient im Endspiel
Im Finale gegen den SV Friedrichsthal führten die Gäste zunächst mit 2:0, der KSK ließ sich davon nicht beirren und verwandelte den Rückstand am Ende in einen verdienten 6:4-Sieg. Großen Anteil am Erfolg im Finale hatten Dirk Feddeck (4 Tore) und Jens Feddeck. Im Spiel um Platz drei bezwang der Stolberger SV den Herren WC Ingolstadt deutlich mit 7:2. Das Spiel um Platz fünf entschied der WSV Ludwigshafen in einer torreichen Partie gegen den PSV Stuttgart mit 11:6 für sich. Die Krone für den besten Torschützen verpasste Jens Feddeck, trotz herausragender Leistung, am Ende knapp. Mark Braun vom Stolberger SV war mit 18 Treffern bester Torschütze, Feddeck brachte insgesamt 17 Tore aufs Papier. Insgesamt war das Wochenende für alle KSK-Akteure ein voller Erfolg, bevor es am 28. Januar zum Saisonauftakt gegen den SSV Trier kommt.
So spielten sie
KSK1: Ilya Dmytriiev (im Tor), Ulf Feddeck (1 Treffer), Lea Korn (1), Marie Allmann, Niklas Birich (4), Jens Feddeck (17), Björn Schlick, Matwej Blum, Franziska Kleber, Stefan Stranz (3), Zaria Aziz, Anthony Heil, Mattis Starck (1), Dirk Feddeck (7)
KSK2: Frank Dick (im Tor), Marie Allmann (1 Treffer), Lukas Allmann (5), Johannes Diehl (1), Kyrylo Dmytriiev, Emmelie Stief (2), Gleb Grinke, Lukas Starck (6), Lea Korn (1), Leon Birich (8), Adrian Zismann, Johann Lehmann (3)