Kaiserslautern Krokodile behalten die rote Laterne

Trotz erbitterter Gegenwehr mussten die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs auch in ihrem finalen Saisonspiel eine Niederlage einstecken. Beim 10:11 (3:3/2:3/1:1/4:4) gegen den SC Neustadt II hätten die Krokodile zwar einen Punkt verdient gehabt, gingen am Ende aber leer aus und bleiben nun definitiv Tabellenletzter.
Jubel hingegen beim Team von der Weinstraße: Es zog auf den letzten Drücker am WSV Ludwigshafen II vorbei und verteidigte den Titel in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Während der Gegner feierte, war die Enttäuschung im Lager der Krokodile nach der Partie förmlich greifbar. Zu gerne hätte man die letzte Begegnung der Spielzeit 2015/16 für sich entschieden, um der „Seuchensaison“ doch noch ein versöhnliches Ende zu bereiten. Stattdessen muss man sich nun mit dem fünften und letzten Platz in der Oberliga begnügen und sich auf die Fahnen schreiben lassen, die schlechteste KSK-Platzierung seit 2005/2006 eingefahren zu haben. Dabei hatte das Aufeinandertreffen mit dem Titelverteidiger so gut begonnen: Die Lauterer führten schnell mit 1:0 und zogen nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich bis Mitte des ersten Viertels sogar auf 3:1 davon. Doch der Favorit von der Weinstraße, der zwar nur zu neunt, dafür aber mit viel Bundesligaerfahrung angereist war, konnte bis zur ersten Pause wieder egalisieren. Im zweiten Abschnitt waren sich weiter beide Teams ebenbürtig, allerdings hatte der Gast beim Seitenwechsel und dem Stand von 5:6 hauchdünn die Nase vorn. Bis dahin hatte sich bereits abgezeichnet, dass die Lauterer mit der körperbetonten Centerverteidigung der Bundesligareserve nicht wirklich zurechtkamen und dass sie einen Dirk Feddeck zu wenig hatten. Der hatte bis zur Halbzeit schon viermal getroffen und sollte bis zum Schlusspfiff noch dreimal nachlegen. Ansonsten fehlte den Krokodilen vor allem bei Distanzwürfen die nötige Feinjustierung, und zum Teil machten sie sich das Leben selbst schwer. Da die Lauterer Abwehr aber im Gegensatz zum Angriff sehr ordentlich funktionierte, hielt der KSK die Partie bis zum Ende offen. Beim Stand von 9:10 bot sich den Krokodilen die mehrfache Chance zum Ausgleich. Doch es passte irgendwie zur verkorksten Saison, dass sie diese ungenutzt verstreichen ließen und vor allem wie: Nach einer Hinausstellung gegen Neustadt schloss der KSK zu überhastet ab. Im Nachsetzen konnte er allerdings den Neustadter Torhüter dazu verleiten, den Ball unter Wasser zu drücken, was einen Strafwurf nach sich zog. Da ein Neustadter Verteidiger schon vor dem Wurf die Ausführung behinderte, wurde er ebenfalls mit einer Hinausstellung bedacht und der Fünfmeter wiederholt. Doch die Krokodile scheiterten und mussten im Gegenzug das 9:11 hinnehmen und kamen vier Sekunden vor dem Abpfiff durch Johannes Bröhl nur noch zum Anschluss. Damit geht die rote Laterne mit 3:11 Punkten an den KSK, der in seinen vier Freibadspielen einen Sieg und ein Unentschieden holte, es aber nicht mehr schaffte, seine schlechte Vorrundenbilanz auszugleichen. So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Stefan Raspudic (1 Treffer), Melanie Keller, Johannes Bröhl (1), Stefan Göde, Stefan Stranz, Anita Raspudic, Frederik Ramthun (1), Jens Feddeck, Dirk Feddeck (7). | sts