Westpfalz Kriminalstatistik 2024: Weniger Straftaten in der Westpfalz registriert

61292521

Das Polizeipräsidium Westpfalz hat seine Kriminalstatistik vorgestellt. Ergebnis: Die Anzahl der registrierten Straftaten ging zurück, die Aufklärungsquote stieg.

„Die Region Westpfalz ist eine sichere und lebenswerte Region, und die Polizei wird weiterhin bestrebt sein, die Fallzahlen zu senken und die Aufklärungsquote auf hohem Niveau zu halten“, wird Polizeipräsident Hans Kästner in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Westpfalz zitiert. Dieses hatte am Dienstag, 11. März, die Kriminalstatistik für das Jahr 2024 vorgestellt.

Im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums wurden 2024 insgesamt 29.832 Straftaten registriert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Rückgang um 2579 Fälle beziehungsweise acht Prozent. Die Aufklärungsquote stieg und ist mit 70,7 Prozent die zweithöchste seit zehn Jahren. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 wurden 64,3 Prozent aller erfassten Straftaten aufgeklärt. Die Beamten des PP Westpfalz sind für die kreisfreien Städte Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken, die Landkreise Kaiserslautern, Kusel und Südwestpfalz sowie die Verbandsgemeinden Nordpfälzer Land und Winnweiler (Donnersbergkreis) und den südliche Teil der Verbandsgemeinde Nahe-Glan (Landkreis Bad Kreuznach) zuständig.

Mehr Männer Opfer

Gesunken sind in der Westpfalz insbesondere die Anzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die Eigentumskriminalität sowie die Anzahl der Taten im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte. Auch die Straßenkriminalität ist weiterhin rückläufig und liegt im fünften Jahr in Folge unter dem Mittelwert, teilte die Polizei mit. Gestiegen ist hingegen die Anzahl der Straftaten gegen Polizisten. Insgesamt 302 Fälle wurden aufgenommen, was ein Anstieg um 13 Fälle beziehungsweise um 4,5 Prozent bedeutet.

Die Polizei hat 2024 14.196 Tatverdächtige ermittelt. Bei 10.492 (73,9 Prozent) handelt es sich um Männer, bei 3704 (26,1 Prozent) um Frauen. Unter den ermittelten Tatverdächtigen haben 4530 (31,9 Prozent) eine ausländische Staatsangehörigkeit. Im Gegenzug ist die Anzahl derjenigen, die Opfer einer Straftat wurden, von 8439 auf 8751 gestiegen (plus 3,7 Prozent). Im vergangenen Jahr sind mehrheitlich Männer (5122,58,5 Prozent) Ziel der Kriminellen gewesen. Rund 81 Prozent derjenigen, gegen die sich eine Straftat richtete, haben die deutsche Staatsangehörigkeit.

Schwerpunkte der Prävention

Zu den Kernaufgaben der Polizeiarbeit gehört auch die Prävention. Schwerpunkte setzten die Beamten in der Westpfalz im Jahr 2024 zu den Themen „Sexueller Missbrauch von Kindern / Verbreitung von Kinderpornografie“ sowie „Hass und Hetze“. Die Dienststellen des Polizeipräsidiums Westpfalz haben im vergangenen Jahr insgesamt 665 Maßnahmen durchgeführt, an denen 41.138 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen.

x