Kaiserslautern Krebspatienten in Sorge

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In der Onkologischen Ambulanz des Westpfalz-Klinikums hat nur noch ein Arzt die Ermächtigung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zur Behandlung von an Krebs erkrankten Kassenpatienten. Der zweiten Ärztin wurde die KV-Ermächtigung nicht mehr verlängert, da offenbar genug Kapazitäten zur Behandlung der Patienten bei Praxisärzten vorhanden sind.

Ambulante Patienten werden von niedergelassenen Ärzten behandelt, erklärte gestern der Geschäftsführer des Klinikums, Peter Förster. Krankenhausärzte dürfen ambulante Kassenpatienten nur in Ausnahmefällen behandeln. So zum Beispiel, wenn die Praxisärzte die medizinische Leistung nicht erbringen können oder weil es zu viele Patienten gibt, die sie mengenmäßig nicht behandeln können, erläuterte Förster. In solchen Fällen erteilt die KV den Klinikärzten eine Ermächtigung. In der onkologischen Ambulanz gebe es zwei Ärzte mit KV-Ermächtigung. Sie werde auf maximal zwei Jahre ausgestellt. Die Ermächtigung einer Ärztin sei nun abgelaufen, schilderte Förster, jedoch von der Kassenärztlichen Vereinigung nicht mehr verlängert worden. Offenbar habe es hier einen Widerspruch der niedergelassenen Ärzte gegeben. Das Klinikum sei von der Entscheidung „ebenso überrascht worden wie die Patienten“, sagte Förster weiter. Hätten die Ärzte gewusst, dass die Medizinerin künftig nicht mehr ermächtigt werde, hätte man mit jedem Patienten besprechen können, wie es für ihn weitergeht. Wenn es wie jetzt „Knall auf Fall“ passiere, sei das nicht möglich. Das Klinikum habe keine Handhabe, „wir können nur unsere Leistungsbereitschaft anbieten“, so Förster. Betroffenen Patienten rät er, mit ihrem Hausarzt über die weitere Behandlung zu sprechen. Besorgt über die plötzliche Nicht-Behandlung äußerten sich gestern zwei RHEINPFALZ-Leser, die davon betroffen sind. Einer von ihnen erklärte, „das Gerangel zwischen niedergelassenen Ärzten und den Kliniken“ dürfe „keinesfalls auf dem Rücken der betroffenen Patienten ausgetragen werden“. Seine Lebensgefährtin sei schwer an Leukämie erkrankt, schildert ein anderer Kaiserslauterer. Sie habe gestern nach dem zweiten Chemoblock zur Blutentnahme ins Klinikum kommen sollen. Dort sei ihnen dann von einem Arzt gesagt worden, dass die Frau nicht mehr in der ambulanten Onkologie behandelt werden dürfe. (ita)

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