Kaiserslautern Kreativ und originell
Nach 2014 schrieb die Volkshochschule (VHS) zum zweiten Mal zusammen mit der Jugendkunstschule Kaiserslautern den Wettbewerb eines Jugendkunstpreises aus. Er ist einzig in der Region und für Zwölf- bis 18-Jährige gedacht. Sein Motto: „Stadt − Land − Raum“. Am Dienstagabend standen die Sieger fest, die Preisgelder von 450 Euro erhielten. Zudem wurde die Ausstellung mit 30 Arbeiten eröffnet.
Im Georg-Michael-Pfaff-Saal des VHS-Gebäudes reichten die Stühle nicht aus, um die Preisvergabe für „bemerkenswert hochwertige Kunst“ mitzuerleben. Direktor Michael Staudt strahlte angesichts der jungen Menschen und scherzte: „Da ist sicherlich der Beginn einer großen Karriere dabei und wir haben sie entdeckt.“ Tatsächlich gab es bisher nichts Ähnliches in der weiteren Region, um auf hochbegabte Talente öffentlich aufmerksam zu machen. 92 Jugendliche reichten Arbeiten ein. 30 dieser Malereien, Zeichnungen, Collagen, Decollagen, Drucke oder Grafiken wählte die Jury für die Ausstellung im Entree der VHS aus. Zehn davon wurden als Finalisten mit Gutscheinen zur Jugendkunstschule beziehungsweise für die ersten drei Sieger plus Sonderpreis honoriert. Jurymitglieder wie Marlene Jochem, Christoph Dammann und Britta E. Buhlmann kommentierten die Siegerwerke. Mit seinem Motiv „Durchbruch der Natur ins Stadtmosaik“ landete Luca Jurasinski auf dem ersten Platz. Gleich unzähligen Bausteinen platzierte der 16-Jährige Quadrate mit Stadtsituationen zur Collage, so dass Natur und urbanes Leben in- und aufeinander treffen. Den zweiten Preis erhielt Johanna Luba für ihr Werk „mirem lucis“ und bewies eine perfekte Umsetzung geheimnisvollen Lichterspiels in einer an sich dunklen, regennassen Gasse mit zwei Gestalten: einem dunklen schattenlosen Mann und einem fröhlich-heiteren Kind. Eine gelungen eigenständige Interpretation sowie kompositorische Gestaltung, so die Jury. Dritter wurde Louis Splittgerber mit „Louis Fantasieburg“, die er ganz oben auf einen kegelförmigen blauen Berg mit weithin sichtbarem rotem Dach platzierte. Auch er belebt mit Einzeldrucken das flächige Motiv und macht neugierig auf die Geschichten dahinter. Der Sonderpreis der Jugendkunstschule ging an Ileana Dregert. Sie malte ein überdimensionales Selbstporträt im Vergleich zum Globus mit Europakarte und stellte sich unter dem Titel „Überall zu Hause“ als Weltbürgerin dar. Die 13-Jährige wurde für eine erstaunlich ausgereifte Arbeit zu einem anspruchsvollen Thema ausgezeichnet. Staudt erklärte, dass die Bewerbungen beim zweiten Jugendkunstpreis deutlich an Qualität und Quantität zugenommen haben. Auffallend sei der Anteil fantasiebegabter Kreativität und Originalität. „Die Jury hatte es sehr schwer, sich für nur vier Preisträger zu entscheiden.“ INFO Die Ausstellung zum Jugendkunstpreis ist bis zum 30. Juni in der VHS zu sehen. |igs