Kaiserslautern Konzertserie zum Abschied

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Das Roachhouse war in den vergangenen sechs Jahren das Vereinsheim des alternativen Kulturvereins Kultur ohne Kommerz, K.o.K.-roaches. Nun zieht der Verein aus und hat gleich drei Abschiedskonzerte geplant. Sie finden Montag, Mittwoch und Samstag kommender Woche, 20 Uhr, statt.

So steht am Montag 17. Oktober, die Band Multibird feat. Seth Faergolzia auf der Bühne. Als Motor des Bandkollektivs Dufus leistete Seth Faergolzia den Antrieb für die wohl kreativste und meist geliebte Untergrundband der New Yorker Freak- und Antifolkgemeinde. Dufus können heute auf mehr als zehn Albumveröffentlichungen und zahlreiche Tourneen durch die Vereinigten Staaten, Europa und Japan (unter anderem mit Künstlern wie The Yeah Yeah Yeahs, The Moldy Peaches, Ween, Black Dice, Jeffrey Lewis, Animal Collective) zurückblicken. Ihre Musik wird unter anderem mit Frank Zappa, Deerhoof, The Moldy Peaches, Devendra Banhart und The Dirty Projectors verglichen. In Seth Faergolzias Solowerk vereinen sich die übersprudelnde musikalische Kreativität von Dufus und sein akrobatischer Gesang mit einer neuen, feineren Form von Erkenntnis und Intimität, verspricht die Pressemitteilung. In guter Erinnerung sind seine vier bisherigen Auftritte in Kaiserslautern mit Forest Creature (feat. John Ludington) und Heck Yup mit Tuba, Keyboard, Bass und anderen Soundspielereien sowie einem Konzert im Benderhof 2015 mit einer Bandbesetzung. Seine neue Band ist eine vierköpfige Supergroup aus seinen vorherigen und noch laufenden Projekten mit John Ludington, Dominic Marini, and Shaun Jones. Am Mittwoch, 19. Oktober, kommt die Formation Strom & Wasser mit Ska-Punk-Polka-Tango ins Roachhouse. Seit Jahren schon das Extremste, was man unter der Rubrik „Liedermacher“ so eben noch bezeichnen kann, so die Presseinfo, feuern die Damen und Herren ein Mosaik aus Punk und Poesie ab. Dabei werden alle musikalischen Stile in einem Mix aus Partygrooves und nachdenklichen Texten präsentiert und auch die Brücke geschlagen zwischen kabarettistischem Ulk und gnadenloser Abrechnung mit einer Spießergesellschaft. Ein lachender Frontalangriff auf Mainstream und bürgerliche Moral, versprechen die Veranstalter weiter. Am Samstag, 22. Oktober, schließlich bringt James Bar Bowen Acoustic-Folk-Punk ins Roachhouse. Bowen, einer der schon in den Anfangsjahren des Roachhouse dort jedes Jahr mindestens einmal ein Konzert spielte, will zum endgültigen Ende dieser Räume noch einmal auftreten. Er ist Sänger, Songschreiber, Gitarrist, Geschichtenerzähler und hat seine Songs überall auf der Welt gespielt und auch Gigs und Festivals in seinem eigenen Haus in England veranstaltet, so die Pressemitteilung. Das Roachhouse hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen soziokulturellen Treffpunkt für Jugendliche, Kulturinteressierte, Kulturschaffende, Musiker und zuletzt auch Geflüchtete entwickelt. In eigenen Projekten, aber auch in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren der freien Kulturszene und politischen Gruppierungen in Kaiserslautern wurden in diesen Räumen verschiedenste Initiativen von Festivals bis zu gemeinsamen Aktivitäten gegen Rechts entwickelt. Dazu kamen Workshops und im letzten Jahr Deutschkurse für in Kaiserslautern angelandete Flüchtlinge. Über diese Aktivitäten im politischen Raum und in der Vermittlung nicht subventionierter, eigenverantwortlicher Kulturarbeit war das Roachhouse vor allem bekannt für ein eigenwilliges Konzert- und Sessionangebot, das Musiker aus aller Welt (England, Irland, Italien, USA oder Israel) nach Kaiserslautern brachte. Ende Oktober läuft nun der Mietvertrag für diese Räumlichkeiten aus, ohne dass alternative Räume bereitstehen, in denen diese Kulturarbeit weitergeführt werden kann. Karten... ... zu den Konzerten gibt es jeweils an der Abendkasse. |red

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