Kaiserslautern Konstante Leistungen und toller Teamgeist lassen Wasgaudorf jubeln
BUNDENTHAL. Die Sportfreunde Bundenthal haben sich in der gerade abgelaufenen Saison die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga Westpfalz gesichert. Sie gehören damit in der kommenden Runde erstmals in ihrer Vereinsgeschichte der Landesliga an. Am 11. Juni wird der Titelgewinn bei einer Meisterfeier gebührend begangen.
Am vorletzten Spieltag machte der Verein aus dem 1200 Einwohner zählenden Wasgaudorf die Meisterschaft perfekt – standesgemäß mit einem 5:0-Heimsieg gegen die SR Rieschweiler II. Mit 89 erzielten Treffern und 32 Gegentoren hat Bundenthal den jeweils zweitbesten Wert der Liga erreicht. Nur die VB Zweibrücken waren mit 93:29 Toren besser. Trotzdem musste sich Zweibrücken mit dem zweiten Platz begnügen und versucht nun ab Sonntag, den Aufstieg über die Relegation zu schaffen. Zum Ende der Hinrunde hatte Zweibrücken noch zwei Punkte vor dem späteren Meister gelegen. Bundenthal reichten 22 Siege, vier Unentschieden und vier Niederlagen zu 70 Punkten – die Sportfreunde hatten einen Zähler mehr als die VBZ. Gerade gegen die Mitkonkurrenten um den Aufstieg erreichte Bundenthal eine tolle Bilanz. Gegen Zweibrücken und den Tabellendritten VfB Reichenbach gelangen je zwei Siege. Gegen die auf Rang vier gelandeten Fehrbacher holte der Meister immerhin vier Punkte. Kurios: Ausgerechnet der fast abgestiegene Tabellenzwölfte, die SG Kirchheimbolanden/Orbis, schlug den Meister gleich zweimal. Bundenthals Trainer Stefan Nagy dachte bereits sehr früh in der Runde an die mögliche Meisterschaft. „Reichenbach war ja einer der Topfavoriten. Als wir die im ersten Spiel auswärts schlugen, war ich bereits optimistisch. Und spätestens nach der Hinrunde war mir klar, dass wir wirklich gute Chancen haben aufzusteigen“, erklärt Nagy. Der aus Arad in Transsilvanien stammende Rumäne mit deutschem Pass, Sohn eines Ungarn und einer Deutschen, geht in Bundenthal nun in seine fünfte Saison als Trainer. Kontinuierlich hat der 49-jährige Betreiber einer Firma für Bestattungsbedarf seine Mannschaft weiterentwickelt. Meist blieb der Kader komplett zusammen und wurde nur punktuell ergänzt. Mit Cosmin Paina, Adrian Negrita, Andrei Grosu und Georgr Bogdan stehen auch vier rumänische Landsleute von Nagy im aktuellen Kader. Der 34-jährige Paina ist mit 23 Treffern der Top-Torjäger seiner Mannschaft. Trotzdem will sein Trainer keinen Akteur hervorheben. „Unsere Stärke war der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Wir waren ein eingeschworenes Team. Über die gesamte Saison waren wir sehr stabil und nur wenigen Schwankungen unterlegen“, sagt Nagy mit Blick auf Kampfgeist und Konstanz seiner Meistermannschaft nicht ohne Stolz. Auch in der Landesliga West bleibt das Team, Stand heute, zusammen. „Es geht keiner weg. Und ich hoffe, dass wir den einen oder anderen dazubekommen. Ich glaube an die Mannschaft und bin mir sicher, dass wir mit unserem Kader die Landesliga halten können“, sagt Nagy vorausblickend. Die Auswärtsfahrten werden ab der neuen Saison weiter werden. Bundenthal liegt am Rande des Einzugsgebietes der Landesliga West. Trotzdem sind Nagy die meisten Gegner bekannt. „Nach dem Spiel gegen Rieschweiler haben wir die Meisterschaft genossen. Ab sofort machen wir uns Gedanken über die neue Saison“, betont Nagy. Übrigens: Stefan Nagy, der früher Profifußballer in Rumänien und Ungarn war, ist womöglich nicht der einzige in der Familie, der richtig Grund zum Feiern hat. Bruder Roland ist Trainer seines Heimatklubs UTA Arad und spielt mit seinem Team zurzeit die Aufstiegsrunde zur Ersten Liga. DER MEISTERKADER Tor: Björn Herzig (23 Jahre/28 Einsätze/0 Tore), Andreas Lauth (47/1/0) Abwehr: Jens Ehrstein (25/25/10), Dennis Glässgen (34/24/2), Hubert Schertl (28/26/1), Daniel Leier (19/26/1), Philip Seibel (22/28/4), Dariush Hagen (23/6/1), Ingo Greif (34/7/0), Georgr Bogdan (24/22/1), Jerome Schmidt (24/14/2) Mittelfeld: Manuel Burkhardt (30/9/0), Andrei Grosu (28/24/12), Daniel Braun (25/11/0), Tim Hecker (20/10/2), Dominik Will (24/24/6), Carsten Willig (28/14/2), Martin Zwick (29/3/0), Robin Herberg (23/15/0), Manuel Braun (21/2/0) Angriff: Marco Naab (31/25/16), Cosmin Paina (34/26/23), Adrian Negrita (31/6/1), Martin Zweibrücker (30/20/2), Jan Lutz (21/3/0) Trainer: Stefan Nagy (49).