Kaiserslautern KOMMENTAR: Stärkeres Geldinstitut

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Bei einer Fusion von Stadtsparkasse und Kreissparkasse Kusel denken beide Geldinstitute an ihre Zukunft und auch die Sicherung ihres Geschäftsmodells. Das ist verantwortungsbewusst.

Die Fusion der Stadtsparkasse Kaiserslautern mit der Kreissparkasse Kusel mag auf den ersten Blick etwas irritieren. Die Geldinstitute haben keine gemeinsame Grenze; ihre Geschäftsgebiete stoßen nirgendwo aneinander. Und dennoch: Es ist eine Fusion wie jede andere auch. Die zurückgehenden Ertragslagen aufgrund der Zinsflaute, hohe Aufwendungen für die Finanzmarktregulierung und Anforderungen der Bankenaufsicht zwingen die Geldhäuser zusammenzurücken, wie es die Sparkasse Vorderpfalz bereits vor Jahren vorgemacht hat. Die Stadtsparkasse Kaiserslautern und die Kreissparkasse Kusel denken an ihre Zukunft und auch die Sicherung ihres Geschäftsmodells, wenn sie nun Sondierungsgespräche über eine Fusion aufgenommen haben. Das ist verantwortungsbewusst. Mit der Fusion der Stadtsparkasse Kaiserslautern und der Kreissparkasse Kusel entstünde ein stärkeres, gewichtigeres Geldinstitut mit immerhin knapp 2,9 Milliarden Euro Bilanzsumme und ein Geldinstitut, das aufgrund von Synergieeffekten besser auf die Herausforderungen der Zukunft reagieren kann. Es kann ein wichtiger erster Schritt sein für eine Neuaufstellung der Sparkassen in der Westpfalz. Die beste aller Lösungen wäre gewesen, eine Dreierfusion zu kreieren, die die Stadtsparkasse Kaiserslautern, die Kreissparkasse Kaiserslautern und die Kreissparkasse Kusel einbezogen hätte. Die Zeit dafür scheint aber noch nicht reif zu sein. Parteipolitisch und auch unternehmenspolitisch geht noch nicht zusammen, was zusammengehört. Insofern wird die Kreissparkasse Kaiserslautern damit leben müssen, sofern die Fusion der Stadtsparkasse Kaiserslautern und der Kreissparkasse Kusel gelingt, und davon kann man wohl ausgehen, von einem neuen Geldinstitut in die Zange genommen zu werden.

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