Kaiserslautern Klare Sache im Lokalderby

Der TuS Dansenberg II hat am dritten Spieltag der Handball-Verbandsliga bei der TSG Kaiserslautern seinen ersten Saisonsieg einfahren können. Die Mannschaft von Fadil Jusufbegovic bezwang das Team aus dem Buchenloch am Ende hochverdient mit 33:24.
Unterschiedlicher hätte die Gemütslage der beiden Trainer nach dem Lokalderby nicht sein können. Während TuS-Coach Fadil Jusufbegovic nur lobende Worte für seine Mannschaft übrig hatte, haderte Christian Buchner mit der Leistung seiner Schützlinge. „Im Sechs-gegen-Sechs hat das ja noch ganz gut funktioniert, aber wir haben einfach zu viele Abspielfehler gemacht und viele freie Bälle vergeben“, monierte Buchner nach der Begegnung die eklatanten Schwächen seines Teams. Der zweite Anzug des TuS zeigte hingegen seine bislang beste Saisonleistung. „Alle haben sich stark verbessert gezeigt. Die Mannschaft war voll motiviert, alles, was wir uns vorher vorgenommen hatten, hat funktioniert. Das war im Vergleich zu den vorherigen Partien eine Steigerung um 100 Prozent“, resümierte Jusufbegovic zufrieden. Dennoch hatte auch der TuS im ersten Durchgang mit einigen Mängeln im Abschluss zu kämpfen. So gelang es der TSG noch einigermaßen gut dagegenzuhalten, mit nur drei Toren Rückstand ging es für die Gastgeber in die Pause. Nach dem Seitenwechsel gelang den Hausherren dann aber fast gar nichts mehr, den Gästen hingegen nahezu alles. „Am liebsten wär’ ich in der zweiten Halbzeit heim“, zeigte sich Buchner über den Auftritt seiner Mannen in den zweiten 30 Minuten verärgert. Fehlpass reihte sich an Fehlpass, die TSG vergab vor dem TuS-Tor beste Gelegenheiten und lud so Dansenberg zu gefährlichen Gegenstößen ein. „Wir haben es ihnen dann auch leicht gemacht. Das war grauselig, was wir vorne im Angriff gespielt haben“, urteilte Buchner, der ansehen musste, wie seine Mannschaft überhastet einen Ball nach dem anderen verlor, im Gegenzug Dansenberg effektiv umschaltete und fast jeden Fehlpass in ein Tor ummünzen konnte. Die Gäste standen hinten sicher, ließen die Kugel flüssig laufen und zeigten am gegnerischen Halbkreis nur wenig Nerven. So setzten sie sich nach und nach ab und siegten verdient 33:24. „Die Mannschaft hat Lust am Handballspiel und großen Willen bewiesen“, glaubt Jusufbegovic nach dem Auswärtserfolg an die Kehrtwende in einer bis dato eher enttäuschenden Saison. Im Heimspiel gegen den Tabellensiebten TuS Heiligenstein am kommenden Sonntag soll daher der Schwung aus dem Spiel bei der TSG mitgenommen werden. Die Buchenlocher plagen vor der Auswärtspartie am Sonntag in Friesenheim indes personelle Sorgen. (wese)