Kaiserslautern Klare Sache für den Seriensieger

Der Seriensieger hat sich locker gegen die rheinland-pfälzische Dart-Elite durchgesetzt. Wie erwartet ist der amtierende deutsche Meister vom DV Kaiserslautern in Lohnsfeld RPDV-Pokalsieger 2017 geworden. Wieder mal.
Nur fünf Spiele gab das eingespielte Ensemble um den Höringer Teamcaptain Uwe Schmitt am Sonntag in Lohnsfeld ab – eines davon im Finale. Dort stand, völlig überraschend, der Landesligist DSV Donnersberg. Er ging mit 1:7 gegen einen DVK unter, der damit wieder zum DDV-Cup nach Hanau fährt. Auf die Bremse tritt man beim DV Kaiserslautern eher selten. Wenn er was will, dann kriegt er es auch. Meistens zumindest. Denn genug Selbstvertrauen hat ein Kader, der momentan Deutschlands wichtigsten Titel und zwei Sterne auf dem roten Hemd trägt, längst getankt. Unter der vorigen Woche hatten Kapitän Uwe Schmitt (49) und der Lohnsfelder Dominik Appel (26) gefordert: Der DVK solle beim RPDV-Pokal ein Exempel seiner Stärke statuieren. Also so triumphieren, dass nie ein Zweifel aufflammt. Nicht anders kam es am Sonntag, in Appels Nachbarschaft. „Im ersten Spiel muss man hochkonzentriert sein, da kann immer was passieren. Danach war die Luft aber raus, weil wir fast sicher im Finale waren“, bilanzierte Schmitt. Lautern gewann den Pokal nicht einfach. Nein, der DV Kaiserslautern dominierte dabei jene, die sich anschickten, ihn zu ärgern. „Ich hatte nie Bedenken. In jedem Team gibt es jemanden, der das Zeug für die Bundesliga hat. Aber in den Doppeln sind wir zu stark“, sagte Appel. „Wir haben alle acht Doppel gewonnen“, bestätigte auch Schmitt nach dem locker absolvierten Pflichtprogramm. Appel selbst erwischte dabei einen unglücklichen Tag. Beim 10:2 im Stadtderby über den DC Nostra Dart Mus verlor er 2:3 gegen Marcel Zwally, beim 9:3 über den DC Kroko Eifel gegen Adriano Comiotto. Klar, der DVK hatte die Hammergruppe – doch Appel entschied sich, im Endspiel gegen den DSV Donnersberg auf die Startaufstellung zu verzichten. „Das hatte keinen Sinn. Ich hab’ nix getroffen, nachdem wir zwei Stunden hatten warten müssen“, gab er zu. Der DSV Donnersberg verbuchte den Finaleinzug als Riesenerfolg. Unerwartet kam dieser; die Gruppen waren auch ziemlich ungleich gelost. „Ich sehe das realistisch, wir hatten Glück mit der Auslosung“, wusste der Kapitän des DSV, Christoph Marschall. Dennoch: Gegen den DSC Bandits Kastellaun (7:5) und den DC Zweibrücken (7:5) muss man sich erst durchsetzen. Tat der DSV denkbar knapp – und quittierte den Kampf David gegen Goliath mit einem 1:7. Nach dem letzten Einzel wurde die Partie abgebrochen, Benjamin Giese hatte gegen seinen Onkel, den Dannenfelser Udo Giese, wenigstens den Ehrenpunkt für sein Team geholt. Erfahrungswerte für die Langmeiler. „Wir wollten mal schauen, wie viel besser der DVK denn ist“, resümierte Marschall. „Durch die Bank hat da keine Mannschaft der Landesliga eine Chance. Die Spanne zwischen dem stärksten und dem schwächsten Spieler ist zu groß.“ Das Abonnement auf den Achter-Pokal gilt für den DVK ein weiteres Jahr. Im Sommer wird der Bundesligist Rheinland-Pfalz auf dem DDV-Cup vertreten. Wie schon viele Male zuvor.