Basketball
(K)eine schöne Bescherung für die Basketballer des FCK
Beim 71:85 (38:41) brach das Team von Trainer Michael Skender im „X-Mas Game“ vor rund 400 Zuschauern am Ende des dritten Viertels ein und quittierte die fünfte Saisonniederlage.
Schlimmer als die Niederlage wog allerdings die Hiobsbotschaft, dass Malik Pugh den Rot-Weißen in dieser Spielzeit nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Der Point Guard, der nach dem vorzeitigen Saisonaus von Dimitrij Kreis (Kreuzbandriss) der Dreh- und Angelpunkt im Spiel des Aufsteigers war, wird seine Zelte in der Westpfalz abbrechen. Die ordnende Hand des US-Amerikaners wurde schmerzlich vermisst. Pugh hätte sich nur allzu gerne mit einem Sieg von seinen Fans verabschiedet, musste jedoch wie schon gegen Kassel aus gesundheitlichen Gründen passen. Wenn die Rot-Weißen am 18. Januar mit dem richtungsweisenden Spiel beim MTV Kronberg aus der Winterpause zurückkehren, wird der für die amerikanischen Streitkräfte tätige Pugh bereits auf einem anderen Stützpunkt stationiert sein.
Limburg zieht davon
Der Ausfall des Pass- und Ideengebers trifft die Rot-Weißen hart, da mit Max Weißmann nun ein Spieler alleine die Fäden ziehen muss, der für diese Position vor Saisonbeginn überhaupt nicht vorgesehen war. Weißmann machte seine Sache gegen die körperlich überlegenen Limburger im ersten Durchgang gut, musste der nachlassenden Konzentration nach dem Seitenwechsel jedoch Tribut zollen. Ein Spieler, der hätte das Heft in die Hand nehmen können, war weit und breit nicht in Sicht.
Dass die Rot-Weißen nach dem Verlust ihrer beiden etatmäßigen Aufbauspieler auf den kleinen Positionen ein großes Problem haben, wurde spätestens gegen Ende des dritten Viertels offenkundig, als Limburg auf 64:54 (30.) davonzog und somit den Grundstein zum Sieg legte. „Das war heute natürlich ein Dämpfer, trotz einer insgesamt sehr ordentlichen Vorrunde. Um uns in der Spitzengruppe zu halten, fehlt uns ganz klar die Kadertiefe. Die Ausfälle von Kreis und Pugh sind nicht zu kompensieren“, analysierte FCK-Berater Jan Christmann. Die Sorge, nach der Winterpause durchgereicht zu werden, ist nicht unbegründet, zumal sich die Zahl der Absteiger bis zum Ende der Saison noch auf drei erhöhen könnte. Mit Lich und Mainz stehen in der Ersten Regionalliga gleich zwei Mannschaften am Tabellenende, die im Abstiegsfall in der Zweiten Regionalliga Südwest Nord aufschlagen würden. „Vor ein paar Jahren ist es uns ganz ähnlich ergangen. Da sind wir auch hervorragend gestartet und dann am Ende abgestiegen. Die Rückrunde wird knüppelhart“, sagte FCK-Coach Michael Skender mit Blick auf die restlichen neun Saisonspiele, von denen sein Team gleich sechs in der Fremde bestreiten muss. „Kassel steht souverän ganz vorne, aber dahinter kann jeder jeden schlagen. Es gibt keinen Grund, sich auf irgendetwas auszuruhen. Für uns gibt es im neuen Jahr kein einfaches Spiel mehr“, stellte Christmann unmissverständlich klar.
Eine große Hypothek
„Wir brauchen aus den restlichen neun Spielen noch mindestens zwei Siege“, stellte Skender klar. Was einfach klingt, könnte aufgrund des auf Kante genähten Kaders zu einer echten Herausforderung werden. Die viel zu kurze Bank, von der gegen Limburg nur wenig Impulse kamen, könnte sich in der Rückrunde noch als große Hypothek erweisen, zumal dann mit Pugh der bislang zweitbeste Schütze fehlen wird. Mit 14,5 Punkten pro Partie war der Aufbauspieler hinter Topscorer Waldemar Nap (24,2) der einzige Spieler im Team mit einem zweistelligen Punkteschnitt pro Spiel.
Gegen Limburg präsentierte sich der FCK lange Zeit auf Augenhöhe und lag kurzzeitig sogar mit sieben Punkten in Front. Als Genickbruch erwies sich eine rund vierminütige Schwächephase, die das Momentum kippen ließ. Limburg zog mit einem viertelübergreifenden Lauf von 57:53 (28.) auf 68:54 (32.) davon und brachte den komfortablen Vorsprung souverän über die Zeit.
Bester Schütze beim Jahresausklang war Waldemar Nap mit 27 Punkten.
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