Kaiserslautern Keine Gaststätte mehr
Es wird keine Gaststätte mehr in der Theo-Barth-Halle geben. Das hat gestern Beigeordneter und Baudezernent Peter Kiefer (FWG) gegenüber der RHEINPFALZ unterstrichen. Grund dafür sind die Kosten, die für eine Erneuerung der Gaststätte notwendig sein würden.
Der Beigeordnete widersprach damit gestern der Forderung des Ortsbeirats Erlenbach nach Fertigstellung der Gaststätte. Gleichzeitig widersprach er der im Ortsbeirat aufgekommenen Annahme, die Kücheneinrichtung der Gaststätte würde 525.000 Euro kosten und damit die Wiederherrichtung der Gastronomie zum Scheitern verurteilen. Bei den ermittelten Kosten von 525.000 Euro gehe es nicht um die Kücheneinrichtung, sondern um die Kosten für die Erneuerung der gesamten Gaststätte, entgegnete Kiefer. 425.000 Euro entfielen davon auf technische Investitionen, die für den Betrieb der Gastronomie notwendig sind. Kiefer nannte Investitionen in Heizung und Lüftung, Sanitär- und Elektroanlagen. Die Küchengeräte machen dabei lediglich Kosten von 50.000 Euro aus. Hinzu kommen nach den Worten des Beigeordneten Kosten von 100.000 Euro, die für die Erneuerung der Böden und Decken und den Anstrich der Wände in der Gaststätte notwendig sind. Unterm Strich sind das 525.000 Euro, so Kiefer. Notwendig geworden ist eine Sanierung der Gaststätte, nachdem die Pächterin der Gastronomie zum 31. Januar 2014 gekündigt und damit auch der Bestandschutz für die Gaststätte weggefallen ist. Kosten in der Höhe von über einer halben Million Euro für die Wiederherstellung der Gaststätte sind nach Darlegung des Beigeordneten indes finanziell für die Stadt nicht darstellbar. Gehe man davon aus, dass im Jahr 12.000 Euro an Pachteinnahmen in der Gastronomie erzielt werden könnten, könne man sich ausrechnen, wann sich die Kosten amortisieren würden. Ungewiss sei zudem, ob man überhaupt einen Pächter für die Gastronomie finden würde. Für Kiefer ist der Betrieb der Gastronomie zudem keine kommunale Aufgabe. Kiefer wehrte sich gestern ebenfalls gegen den im Ortsbeirat erhobenen Vorwurf einer mangelnden Informationspolitik. Ortsvorsteher Fritz Henrich sei im März dieses Jahres darüber unterrichtet worden, dass die Gastronomie definitiv nicht wieder hergerichtet werde. Im August vergangenen Jahres habe man ihn bereits vorinformiert. Die Theo-Barth-Halle wird nach ihrer Sanierung am 15. September wieder für den Schul- und Vereinssport freigegeben, so Kiefer. Arbeiten im Keller und im Foyer der Halle stünden noch aus. Die Gaststätte soll Lagerraum werden.