Kaiserslautern Keine Ausreden mehr

Nach fünf sieglosen Spielen in Folge stecken die Handballer des TuS Dansenberg in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bis über beide Ohren im Abstiegskampf. Beim formstarken Tabellenvierten SG Sauhlheim will die Mannschaft von Trainer Kai Christmann heute (19.30 Uhr) die Trendwende einleiten.
„Es gibt keine leichten Spiele mehr. In unserer Situation ist es völlig egal, wie der Gegner heißt, wir dürfen jetzt nur noch auf uns schauen und müssen unsere Leistung bringen. Dass die Mannschaft verunsichert ist, ist völlig normal, aber das darf jetzt keine Rolle spielen“, stellt Lauterns Trainer klar.
Der Vorsprung auf die MSG HF Merzig/Brotdorf, die momentan den ersten der vier Abstiegsplätze belegt, beträgt sieben Spieltage vor Saisonende einen Punkt. Da Dansenberg den direkten Vergleich gegen die Saarländer verloren hat, hätten diese bei Punktgleichheit die Nase vorn. Davon, dass Merzig ebenfalls in einer tiefen Krise steckt, können die Lauterer nur profitieren, wenn sie endlich wieder punkten. Von den letzten sechs Spielen gewannen die Saarländer nur ein einziges: gegen Dansenberg.
So wie sich die Lauterer in den letzten fünf Spielen präsentierten, wird es schwer, die Klasse zu halten. Die Negativserie begann mit dem 22:22-Remis im Heimspiel gegen die VTV Mundenheim, wo der TuS einen Sieben-Tore-Vorsprung aus der Hand gab. Bei der jüngsten 24:30-Pleite gegen den TV Mühlheim zählte Spielmacher Martin Mokris zu den wenigen Lichtblicken. „Martin war sehr engagiert, hat ordentlich gedeckt und eine hohe Kampf- und Einsatzbereitschaft an den Tag gelegt. Mehr kann man von einem Spieler, der sechs Monate verletzt war, nicht verlangen“, sagt Christmann. Der Schuh drückt vor allem in der Offensive: 22,6 Tore im Schnitt haben die Lauterer in den letzten fünf Spielen erzielt. Dass das viel zu wenig ist, weiß Christmann. Vor allem dann, wenn sich die Unsicherheit im Angriff auf die Torhüter überträgt. „Wir waren gegen Mühlheim in den ersten 20 Minuten die klar bessere Mannschaft. Aber wenn man 18 freie Bälle vergibt und die Torhüter nichts zu fassen kriegen, wird es ganz, ganz schwer, ein Spiel zu gewinnen.“ Die Zeit der Ausreden ist jetzt vorbei. Gegen Saulheim müssen die Lauterer eine Topleistung abliefern, wenn sie den Sturz auf einen Abstiegsplatz verhindern wollen. (kkm)