Kaiserslautern
Kegeln: Aktuelle Bundesligasaison mit sofortiger Wirkung beendet

Damit ist die aktuelle Bundesligasaison mit sofortiger Wirkung abgebrochen und die Tabelle eingefroren. Es findet kein Auf- und Abstieg statt. Abgesagt sind damit die Relegations-, Entscheidungs- und Aufstiegsspiele sowie die Veranstaltungen des Deutschen Classic-Cups (Deutsche Meisterschaften in allen Disziplinen) sowie die Jugendländervergleiche. Abgebrochen werden die Pokalwettbewerbe. Davon betroffen sind bei den Männern die Kegelfreunde Sembach sowie der SKC Mehlingen und bei den Frauen Viktoria Miesau und die SG Post Ludwigshafen/Kaiserslautern.
Kegelfreunde Sembach
Der Pressewart der Kegelfreunde Sembach, Lukas Lamnek, kommentierte den Saisonabbruch so: „Wir finden es schwierig, diese Entscheidung zu bewerten. Richtig oder falsch gibt es nicht, weil es bei allen Abbruch-Szenarien Gewinner und Verlierer gibt. Ich finde aber die Lösung insofern unglücklich, da man sich nicht die Zeit genommen hat, um die Situation in ein paar Wochen noch mal neu zu bewerten. Vielleicht hätte man ja im Sommer oder Spätsommer unter bestimmten Auflagen die Saison noch zu Ende spielen können. So nimmt man Vereinen, die schon sicher Meister waren oder auf dem Weg dorthin die große Chance, etwas Besonderes zu erreichen. Die Entscheidung der DCU ist jedenfalls gefallen, und den betroffenen Vereinen nützt Jammern nichts. Ich persönlich möchte nicht in der Haut der entscheidenden Funktionäre stecken.“
SKC Mehlingen
Für den SKC Mehlingen sprach Wolfgang Heß: „Für die Verantwortlichen ist es immer sehr schwierig, in einer solchen Lage eine Entscheidung zu treffen. Was ich gut finde ist, dass die Entscheidung gefallen ist und sich nicht alles noch lange hinauszögert. Zu der Entscheidung selbst, ich halte sie für okay, auch wenn es einige Vereine gibt, die dadurch Nachteile haben werden.“
Viktoria Miesau
Die Sportwartin von Viktoria Miesau, Monika Hirsch, stellte fest: „Was soll man dazu sagen. Ändern können wir es ja eh nicht. Wäre die Saison nicht immer so weit auseinander gezogen, wären wir schon lange fertig, Alles andere hätte Zeit bis nach der Saison. Aber egal, es konnte ja keiner ahnen, dass so was kommt. Aber es ist ja schon immer so, da spielst du eine Woche, dann sind zwei Wochen frei, das ist total unnötig.“
SG Post Ludwigshafen/Kaiserslautern
Und die Sportwartin der SG Post Ludwigshafen/Kaiserslautern, Birgit Müller, erklärte zur Entscheidung der DCU: „Die komplette Runde nicht zu werten, das ist zwei Spieltage vor Schluss die unglücklichste Version gewesen. Corona stellt uns als Sportler vor eine Situation, die so noch nie da gewesen war. Wir sollten jetzt alle schauen, dass wir diese Zeit gesund überstehen, und müssen hoffen, dass im Herbst dann überhaupt wieder eine neue Runde starten kann.“