Kaiserslautern Kapitän Iosif Maroudis erlöst Rote Teufel in der Schlussminute

Mehlingen. Dank eines Last-Minute-Treffers von Iosif Maroudis feierten die A-Junioren des 1. FC Kaiserslautern einen verdienten 2:1 (0:1)-Heimerfolg gegen den VfB Stuttgart. Mit dem sechsten Saisonsieg in der U19-Bundesliga Süd/Südwest festigten die Pfälzer den zweiten Tabellenplatz und verkürzten den Abstand auf Spitzenreiter FC Augsburg bis auf zwei Punkte.
Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wollte FCK-Chefcoach Gunther Metz von seiner Mannschaft eine Reaktion sehen. Im Vergleich zum letzten Spiel gegen Ingolstadt (0:2) veränderte er seine Startaufstellung auf drei Positionen. Für Anton Artemov und Corey Anton standen die wieder genesenen Mario Andric und Luca Jensen auf dem Platz. Außerdem hütete Niklas Neumann anstelle von Lennart Grill (Einsatz FCK-U23) den Kasten. In einer intensiven Anfangsphase bewiesen die Roten Teufel Einsatzfreude und Kampfgeist. Trotzdem gab es bereits nach zehn Minuten die erste Hiobsbotschaft: Stürmer Valdrin Mustafa konnte verletzungsbedingt nicht weiterspielen und wurde durch Artemov ersetzt. David Tomic gab in der zwölften Minute den ersten Schuss auf das Gästegehäuse ab. Kurz darauf folgte für Kaiserslautern der zweite Rückschlag: VfB-Akteur Dylan Esmel bediente den in die Gasse gestarteten Dijon Ramaj, der umkurvte Torhüter Neumann und vollstreckte mit dem ersten Angriff der Schwaben zur 1:0-Führung (14.). Doch auch davon ließen sich die Metz-Schützlinge nicht aus der Bahn werfen. Sie suchten weiter entschlossen den Weg nach vorne und erarbeiteten sich Möglichkeiten. Nach Ecke von Maroudis hatte Artemov bei seinem Kopfball zunächst zu viel Rückenlage (26.), ehe er drei Minuten später nach klasse Vorlage von Tomic eine hundertprozentige Chance aus sieben Metern liegen ließ (29.). Da den Betzenbergern vor der Pause in weiteren aussichtsreichen Aktionen etwas die Präzision fehlte, blieb es beim 0:1-Halbzeitstand. Auch im zweiten Durchgang dominierten die Hausherren. Torben Müsel (55.) vergab aus spitzem Winkel nach Zuspiel von Artemov. Fünf Minuten später war es aber dann so weit und Müsel krönte seinen sehenswerten Sololauf mit dem längst überfälligen 1:1-Ausgleichstreffer (60.). Auch in der Folgezeit blieb der Gastgeber am Drücker. Tomic zog an seinem Gegenspieler vorbei, schoss die Kugel aber knapp neben das Tor (65.). Der Abschluss von Maroudis (80.) ging dagegen zu zentral auf den Kasten. Erst in der 88. Minute zwang der eingewechselte Jose-Enrique Alonso den kaum geprüften FCK-Schlussmann Neumann nochmal zu einer Glanzparade. Als die 110 Zuschauer im Sportpark schon mit einem Unentschieden rechneten, belohnten sich die Pfälzer doch noch für ihren fleißigen Auftritt. Rechtsaußen Antonio Jonjic schob die Kugel clever in die Schnittstelle, wo Kapitän Maroudis seinem Bewacher im Rücken entwischt war. Vor VfB-Keeper Philipp Köhn behielt er freistehend die Nerven und traf butterweich zum umjubelten 2:1-Siegtreffer (90.). „Wir waren heute als Mannschaft über die gesamten 90 Minuten besser als der Gegner. Die Jungs haben vor allem in der zweiten Hälfte viel mehr investiert und sich trotz Rückstand zurück ins Spiel gekämpft. Ich denke, dass der Sieg auf jeden Fall gerecht ist“, freute sich U19-Trainer Gunther Metz. Die nächste Begegnung bestreiten die Lauterer bereits am Dienstag im Verbandspokal. Sie treten im Viertelfinale bei Landesligist TuS Knittelsheim an (13 Uhr). SO SPIELTEN SIE 1. FC Kaiserslautern: Neumann - Andric (86. Will), Birster, Lang, Oesswein - Jonjic, Maroudis, Jensen, Tomic - Mustafa (10. Artemov, 90. Geißler), Müsel (79. Anton) VfB Stuttgart: Köhn - Suddoth (57. Idehen), Kober, Collinge, Grözinger - Preuß (73. Alonso), Groiß, Dos Santos, Ramaj - Esmel (77. Spanoudakis), Stefandl (67. Toptik) Tore: 0:1 Ramaj (14.), 1:1 Müsel (60.), 2:1 Maroudis (90.). - Gelbe Karten: Tomic, Birster - Esmel, Spanoudakis - Beste Spieler: Lang, Jensen, Müsel - Köhn - Zuschauer: 110 - Schiedsrichter: Krämer (Köln).