Kaiserslautern Kantersieg zum Abschied
Um Auf- oder Abstieg ging es für den Verbandsligisten MSG TSG/1. FC Kaiserslautern im letzten Saisonkampf nicht mehr. Trotzdem legte sich die Lauterer Herrenmannschaft am Samstagabend in der Barbarossahalle gegen die TSG Friesenheim III mächtig ins Zeug. Sie wollte ihren scheidenden Trainer Harald Jungmann mit einem Sieg verabschieden. Und das gelang ihr mit einem 37:27 (18:10) auf überzeugende Weise.
„Großartig ist es“, sagte Trainer Jungmann nach dem Kantersieg, „dass wir das Spiel gewonnen haben.“ Gefeiert von Spielern und Zuschauern, war es für den 58 Jahre alten Trainer aber auch ein etwas wehmütiger Moment. Ging doch für ihn, der in jungen Jahren beim 1. FCK mit dem Handballspielen begonnen und dann später beim TuS Dansenberg in der Regionalliga und Zweiten Liga sowie beim TuS Landstuhl in der Pfalzliga gespielt hatte, am Samstag ein wichtiger Abschnitt in seiner langen und erfolgreichen Trainerlaufbahn zu Ende. „Die Zeit bei der TSG war meine schönste als Trainer“, sagte der gebürtige Lauterer, der als Coach nicht nur bei den Buchenlochern, sondern auch beim TuS Landstuhl, TuS Dansenberg und der TG Oggersheim arbeitete und dabei Aufstiege und Meisterschaften feierte. Auch seine letzte Saison mit der MSG verlief erfolgreich. Erreichte er mit seinem Team doch das Final-Four-Turnier im Wettbewerb um den Pfalzpokal und kletterte durch den Sieg am Samstag vom vierten auf den dritten Platz, wobei Edigheim die Lauterer noch von diesem Platz verdrängen könnte. Gegen die TSG Friesenheim III fuhr die Jungmann-Truppe den 14. Saisonsieg ein und brachte es damit in den 22 Mannschaftskämpfen auf 29:15 Punkte. Bester Werfer im Team der MSG war gegen Friesenheim einmal mehr Nils Bechtel, der acht Tore erzielte. „Wir wollten dieses Spiel unbedingt für unseren Trainer gewinnen“, erklärte nach der Partie der wurfgewaltige Angreifer, dessen Bruder Tim Bechtel auch eine gute Leistung bot und viermal traf. Die Akteure des Heimteams waren einfach stärker in Armen und Beinen als die Gäste. Sie warfen härter und präziser und waren zudem noch beweglicher und schneller. Letzteres demonstrierte Dominik Blauth bei seinen zahlreichen Tempogegenstößen. Wie Daniel Martin und Marc Reis brachte er es auf fünf Treffer. So spiegelte am Ende die Höhe des Sieges die Überlegenheit der Lauterer wider, die damit ihrem Trainer, den begeisterten Zuschauern und sich selbst einen gelungenen Saisonabschluss bereiteten. Natürlich war auch der Leiter der Handballabteilung der TSG Kaiserslautern, Gerhard Hirsch, mit von der Partie und ehrte den verdienten Trainer. „Harald Jungmann ist ein Vollbluthandballer“, sagte der Abteilungsleiter, der die Weichen gestellt hat: Mirko Schwarz von der VT Zweibrücken zur MSG wechseln und als Trainer die Nachfolge von Jungmann antreten. (pkn)