Kaiserslautern Kaiserslautern: Zwei neue Gehwege binden die beiden Ortsteile Gersweilerhof und Stockborn an

Bald keine Gefahr mehr für Fußgänger: Die K8 zwischen Erfenbach und Stockborn erhält einen Gehweg.
Bald keine Gefahr mehr für Fußgänger: Die K8 zwischen Erfenbach und Stockborn erhält einen Gehweg. Foto: VIEW

Der Bauausschuss hat am Montag den Bau von zwei Gehwegen in Stadtteilen auf den Weg gebracht: den Gehweg an der K8 zwischen Stockborn und Friedhof Erfenbach sowie den an der K9 zwischen Gersweilerhof und Erlenbach.

Sowohl zwischen Erfenbach und dem Ortsteil Stockborn als auch zwischen Erlenbach und dem Gersweilerhof bestehen keine durchgehenden und sicheren Fußwegeverbindungen. Bürger in beiden Stadtteilen kämpfen seit langem für die Wege, am Montag beschloss der Bauausschuss einstimmig ihren Bau.

An dem knapp einen Kilometer langen Streckenstück zwischen Stockborn und der Einmündung der Rothenbergstraße in die Siegelbacher Straße in Erfenbach ist ein Gehweg lediglich auf ungefähr der Hälfte der Strecke – von Erfenbach bis zum Friedhof – vorhanden. Zwischen dem Friedhof und Stockborn sind die Fußgänger auf die Benutzung der Fahrbahn angewiesen. Zur sicheren Anbindung von Stockborn an Erfenbach für Fußgänger sei der Lückenschluss im Gehweg dringend erforderlich, erklärte Baudezernent Peter Kiefer.

Der geplante Gehweg beginnt am Ortsausgang von Stockborn und endet am vorhandenen Gehweg am Friedhof Erfenbach. Eine Querung der Kreisstraße ist nicht erforderlich. Die Länge der Baustrecke beträgt 440 Meter. Der Gehweg ist 1,50 Meter breit und verläuft auf der Westseite der K8. An Grundstückszufahrten wird der Bordstein auf sechs Zentimeter abgesenkt. Alle Zufahrten bleiben erhalten. Die Entwässerung erfolgt über quer im Gehweg eingebaute Kastenrinnen in den dahinter liegenden Graben. Eine vorhandene markante Eiche bleibt erhalten, zur Schonung der Wurzeln wird eine begehbare Baumscheibe eingebaut. Zwei kleinere Linden von schlechter Vitalität sind bereits gefällt. Die Beleuchtung des Gehweges erfolgt weitgehend über vorhandene Straßenleuchten. Die Baukosten betragen 120.000 Euro.

Grunderwerb ist noch nötig

Zwischen Gersweilerhof und Erlenbach ist die Situation ähnlich. Fußgänger müssen die Fahrbahn benutzen, die teilweise weniger als fünf Meter breit ist. Hinzu kommt eine unübersichtliche Streckenführung an der Steilstrecke am Ortseingang Gersweilerhof. Aufgrund der relativ hohen Verkehrsbelastung und den beengten Straßenverhältnissen sei die Mitbenutzung der Fahrbahn durch Fußgänger nicht vertretbar, erklärte Kiefer.

Die Busanbindung des Gersweilerhofes erfolgt über Erlenbach. Busse der Linie 112 der Stadtwerke fahren ab der Haltstelle Husarenäcker in Erlenbach mehrmals täglich, Bürger vom Gersweilerhof müssen auf der Straße laufen, um die Haltestelle zu erreichen.

Der geplante Weg beginnt am Gehweg Ortsausgang Erlenbach gegenüber der Einmündung Husarenäcker und endet am Ortseingang Gersweilerhof am dortigen Gehweg.

Er verläuft auf der Westseite der Kreisstraße 9 und hat eine Länge von 591 Metern. Allerdings wird bis zur Einmündung des Wirtschaftsweges nach Morlautern der Weg in die Planung des Baugebietes „Westlich der Erlenbacher Straße“ integriert. Die genaue Lage und Gestaltung dieses 268 Meter langen Teilstücks sei abhängig von der weiteren Bebauungsplanung, erklärte Kiefer.

Der neue, 323 Meter lange Gehweg zwischen Wirtschaftsweg und Gersweilerhof soll an den Fahrbahnrand der Kreisstraße mit Hochbord und Entwässerungsrinne angebaut werden. Die Breite beträgt weitgehend 1,50 Meter, in einem Teilstück soll sie auf 1,25 Meter reduziert werden. Damit Platz für den Weg ist, muss die Fahrbahn auf einer Länge von 140 Metern auf 4,30 Meter eingeengt werden. Bei dieser Breite können sich zwei Autos bei angepasster Geschwindigkeit begegnen. LKW und Busse können die Engstelle einsehen und bei freier Strecke im Einbahnverkehr passieren.

Die Baukosten für das 323 Meter Stück des Gehweges sind auf rund 200.000 Euro geschätzt. Mit dem Bau des Gehweges ist auch die Sanierung der Fahrbahndecke der Kreisstraße 9 vorgesehen.

Um den Weg zu realisieren, muss die Stadt allerdings noch Grunderwerb tätigen. Für die meisten Flurstücke liegt nach Angaben der Verwaltung das Einverständnis der Eigentümer vor.

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