Kaiserslautern Kaiserslautern: Viadukt wird und wird nicht fertig
Die Fertigstellung der Eisenbahnüberführung an der Trippstadter Straße lässt auf sich warten
Es ist noch offen, wann es mit der Fertigstellung des Eisenbahnviadukts in der Trippstadter Straße weitergeht. Beigeordneter und Baudezernent Peter Kiefer erklärte in der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, er werde kein Datum für die Fertigstellung des neuen Viadukts mehr in den Mund nehmen. Bekanntlich ruht die Baustelle seit geraumer Zeit. Die Bahn hatte sich von der Baufirma getrennt, die nicht zu ihrer Zufriedenheit gearbeitet hatte.
Weichel: Die Baustelle läuft gar nicht
Beigeordneter Kiefer sagte gestern, die Baustelle an der Trippstadter Straße laufe sehr schlecht. Oberbürgermeister Klaus Weichel korrigierte ihn daraufhin und formulierte, die Baustelle laufe gar nicht. Kiefer unterrichtete den Haupt- und Finanzausschuss darüber, dass die Bahn eine Neuausschreibung der Arbeiten an der Trippstadter Straße vorgenommen habe. Das Submissionsergebnis liegt nach den Worten des Baudezernenten mittlerweile zwar vor, bringt aber eine neue Problematik.
Fertigstellung ursprünglich für 2015 geplant
Der günstigste Bieter habe ein Angebot von 13 Millionen Euro abgegeben. Das wäre finanziell aus Sicht der Stadt in Ordnung. Zwei weitere Bieter hätten indes Angebote in Höhe von rund 20 Millionen Euro gemacht. Die Bahn stehe nunmehr vor der Frage, ob sie das Angebot annehmen könne oder nicht. Kiefer erklärte, dass die Baustelle weit außerhalb des dafür angedachten Zeitraums liege. Ursprünglich sei die Fertigstellung des Viadukts für 2015 angesagt worden, zuletzt für das Jahr 2020.
Stadt ist an den Kosten beteiligt
Der Beigeordnete erinnerte daran, dass nach Abschluss der Bauarbeiten am Viadukt noch die Herstellung der Trippstadter Straße mit Kreiselanlage warte. Für die Maßnahme sei die Stadt als Straßenbaulastträgerin verantwortlich. Eine auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses vorsorglich stehende Nachtragsvereinbarung mit der Bahn wurde als Punkt wieder abgesetzt. „Der Punkt ist noch nicht entscheidungsreif“, sagte Oberbürgermeister Weichel. Finanziell ist die Stadt an den Kosten für den Bau des Viadukts beteiligt.