Basketball
Kaiserslautern Thunderbolts: Mit Tempo und tollen Treffern zur Trophäe
Schon auf den Parkplätzen rund um Kirchheimbolandens Realschul-Sporthalle war an vielen Fahrzeugen mit KL-Kennzeichen zu sehen, dass die Kaiserslautern Thunderbolts keine „Auswärtsspiele“ bei der Pokalendrunde haben. Insgesamt waren viele Basketballanhänger aus Kirchheimbolanden und Umgebung und aus vielen Teilen der Pfalz in die Kleine Residenz gekommen und boten den Endspielen einen großen Rahmen.
Die Stimmung beim Damenfinale war am Sonntagnachmittag prächtig, als die Meister der beiden Landesligen 1 und 2, die Thunderbolts und der TV Clausen, – jeweils nach deutlichen Halbfinalsiegen – den neuen Pfalz-Champion ausspielten. Im ersten Viertel konnte der starke Außenseiter aus der Westpfalz die schnelle und packende Partie noch offen gestalten. Doch dann schaltete die Damenmannschaft der Kaiserslautern Thunderbolts ihren Turbo ein, verschärfte die Zweikampfintensität und schaltete immer wieder nach Ballgewinnen blitzschnell um.
Thunderbolts spielen sich im Finale in Rausch
Die Thunderbolts spielten sich im Finale immer mehr in einen Rausch und setzten am Ende unter dem frenetischen Jubel der mitgereisten Fans der erfolgreichen Basketball-Saison 2025/26 das Sahnehäubchen auf. Der Landesliga-Meister und Oberliga-Aufsteiger feierte ausgelassen das Saison-Double und krönte mit dem Pfalz-Pokal-Sieg eine extrem erfolgreiche Spielzeit. Auch viele neutrale Zuschauer waren begeistert vom Auftritt beider Finalteams und der „Gala-Vorstellung“ der Thunderbolts.
„Die Freundschaft der Spielerinnen untereinander, der besondere Team-Spirit, der große Zusammenhalt – das alles sind wichtige Eigenschaften, um so erfolgreich zu sein. Unsere Mannschaft war top-motiviert und gut vorbereitet. Wir wollten nach dem großen Erfolg in der Landesliga auch den Pokal gewinnen. Und das haben wir mit einer sehr starken Leistung beim Top-Four-Finale auch geschafft“, freute sich Thunderbolts-Trainer Mario Coursey. „Die Mädels verschaffen sich entscheidende Vorteile über ihre Schnelligkeit, die gute Athletik und vor allem auch die hohe Energie, die sie in jedem Match aufs Feld bringen.“
Überhaupt kein Schlendrian im Halbfinale
Der volle Fokus aller Thunderbolts-Korbjägerinnen war bereits deutlich im Halbfinale am Samstagnachmittag zu spüren. Da gab es keinen Schlendrian, da nahm niemand, weder Trainer noch Mannschaft, den großen Außenseiter TV Kirchheimbolanden, Tabellenletzter der klassentieferen Landesliga 2, auf die leichte Schulter. Volle Konzentration, volle Energie, einfach Vollgas – das war trotz großer Überlegenheit im ersten Match angesagt. Bereits mit dem souveränen 75:25-Halbfinalsieg gaben die Thunderbolts eine eindrucksvolle Visitenkarte auf hohem Level ab, die auch dem gegnerischen Trainer Respekt abverlangte. „Unsere Mannschaft hat alles gegeben. Aber es reichte bei weitem nicht“, sagte TVK-Coach Sven Radloff. „Die Thunderbolts waren uns athletisch und von der Geschwindigkeit um Längen überlegen. Auch kostete der große Lauterer Defensiv-Druck uns viele Ballverluste, die die Thunderbolts immer wieder erfolgreich in Fastbreaks mit einfachen Korberfolgen ummünzten. Das Thunderbolts-Team war die beste Mannschaft des Top-Four-Finales und wurde völlig verdient neuer Pokalsieger.“ Der Außenseiter aus der Kleinen Residenz war vor allem gegen die korbhungrigen Top-Scorerinnen Kira Coursey, Jaivionne Jones und Jasmine Obeng machtlos. Das treffsichere Thunderbolts-Trio erzielte zusammen 63 Punkte der insgesamt 75 Thunderbolts-Treffer.
Im Finale einen Tag später trumpften neben den drei Leistungsträgerinnen bei den Thunderbolts auch die treffsicheren Emily Carter und Hanna Ahnfeldt groß auf. Es war aber nicht nur die Offensiv-Power, die die Thunderbolts auf den Pfälzer Pokal-Thron brachte. Auch die starke Verteidigungsleistung war wichtiges Element beim erfolgreichen Saisonabschluss, wie Erfolgscoach Coursey betonte: „Unsere Defensive ist die Basis von allem. Darauf legen wir einen besonderen Wert.“
Thunderbolt-Chancen im 20-Sekunden-Takt
Der hohe Druck auf die Gegenspielerinnen, ab und an auch über das ganze Feld als Presse praktiziert, machte dem tapfer auftretenden TV Clausen das Leben schwer. Die Thunderbolts erspielten sich im 20-Sekunden-Takt Chancen, die zwar nicht alle genutzt wurden. Aber doch genügend davon, um am Ende souverän den großen Pfalz-Pott mit nach Kaiserslautern zu nehmen.
Thunderbolts-Bilanz beim Top-Four-Finale
Halbfinale gegen TV Kirchheimbolanden: Kira Coursey (27 Punkte), Jaivionne Jones (18), Jasmine Obeng (18), Hanna Ahnfeldt (4), Emily Carter (3), Luana Niendorf (3), Paula Wehner (2), Milia De Sousa, Ceara Williams.
Endspiel gegen TV Clausen: Jasmine Obeng (22), Jaivionne Jones (20), Hanna Ahnfeldt (11), Emily Carter (11), Kira Coursey (4), Milia De Sousa (3), Luana Niendorf (2), Paula Wehner (2), Ceara Williams.