Kaiserslautern
Kaiserslautern: Stadtwerke stellen Neubau ihrer Konzernzentrale zurück
Die Stadtwerke Kaiserslautern haben ihren geplanten Neubau der Konzernzentrale an der Karcherstraße vorerst zurückgestellt. Das haben die Vorstände Markus Vollmer und Richard Mastenbroek am Montag im RHEINPFALZ-Gespräch mitgeteilt.
Die Werke konzentrieren sich zunächst auf die Modernisierung des Heizkraftwerks an der Karchenstraße, wo Strom und Wärme hergestellt werden. Eine Investitionssumme von 70 Millionen Euro ist dafür im Gespräch. Eine endgültige Entscheidung über die Investition ist noch nicht gefallen. Sie soll bis Ende des Jahres erfolgen.
Beide Baumaßnahmen parallel zu verfolgen, würden die Stadtwerke überfordern. Zwei Baufelder wären an einem Standort entstanden. Zuviel aus Sicht der Stadtwerke. Das gleiche gilt auch für die finanziellen Belastungen, die aus der Modernisierung des Heizkraftwerks und dem Neubau der Konzernzentrale erwachsen würden. Ein Neubau der Konzernzentrale hätte immerhin auch zwischen 18 und 20 Millionen Euro gekostet.
E-Mobilität ist für die Stadtwerke derzeit ein großes Thema. Elf Ladesäulen sind im Augenblick im Stadtgebiet in Betrieb. Vier weitere sollen bis Ende des Jahres dazukommen. Die Werke wollen in ein Car-Sharing-Projekt mit vier reinen Elektroautos einsteigen. Geplant ist ein fließendes Modell: Die Autos können überall abgestellt werden und überall abgeholt werden. Möglich gemacht werden soll das Car-Sharing-Projekt mit Hilfe einer App, die Zugang zu den Autos und Abrechnung gewährleisten soll.
Die Stadtwerke sehen darin einen weiteren Baustein, den sie im Rahmen der Energiewende erbringen. Bei den Verkehrsbetrieben sind auch die ersten zwei Busse mit Hybrid-Antrieb im Einsatz. Bis Ende des Jahres sollen vier weitere Busse dazu kommen. Die Busse laufen somit mit Diesel und mit Strom. Die Werke sparten mindestens zehn Prozent an Kraftstoff auf diese Art und Weise. Über einen sogenannten Rekuperator wird die Batterie immer wieder aufgeladen, wenn die Busse abbremsen.
Ein gutes Ergebnis haben die Verkehrsbetriebe im vergangenen Jahr wieder erreicht. Sie schlossen das Jahr mit einem Verlust von unter einer Million Euro ab.