Kaiserslautern
Kaiserslautern: RHEINPFALZ-Leser berichten von ihren persönlichen Höhepunkten 2019
Auch im Jahr 2019 haben die Leser der RHEINPFALZ wieder eine Menge erlebt und beteiligten sich zahlreich an unserer Aktion. Sie berichteten von ihren Höhepunkten – von einer eindrucksvollen Reise nach Russland und einer interessanten Mittelmeerkreuzfahrt und dem Erlebnis, mit der ganzen Familie bei einer Opernproduktion des Pfalztheaters mitgewirkt zu haben.
Josef Schwientek (Kaiserslautern): „Mein ersehnter Wunsch war es immer, sobald ich im Ruhestand bin, den Jakobsweg zu gehen. Im Mai war es so weit. Müde Füße, Wind und Regen sind schnell vergessen, wenn man das Ziel vor Augen hat, in Santiago de Compostela vor dem Grab des Apostels Jakobus zu stehen. In diesen Moment sind die ganze Last und Strapazen vergessen, und vieles, was zuvor wichtig erschien, ist unwichtig geworden. Nach dem Pilgerweg kehrt man mit Gelassenheit und einem anderen Blick zurück nach Hause.“
Jürgen Schäfer-Dilger (Kaiserslautern): „Als leidenschaftlicher Flieger war es für mich der absolute Höhepunkt in diesem Jahr, als ich die Pilotenlizenz bekam.“
Helga Huber (Landstuhl): „Im Mai 2019 erfüllte ich mir zusammen mit meinem Mann einen jahrzehntelangen Traum: eine Reise mit einem Postschiff der Hurtigruten. Entlang der norwegischen Fjordküste von Bergen bis ans Nordkap und weiter nach Kirkenes zum Wendepunkt. Da auch das Wetter mitspielte, wurden meine Erwartungen an die grandiose norwegische Natur weit übertroffen. Auf der klassischen Hurtigruten-Reise erwarteten uns 34 Häfen in farbenprächtigen, größeren und kleineren Küstenstädten und –dörfern. Die allesamt mit einem ganz eigenen Charme aufwarteten. Dazu zählten auch die zweit- und drittgrößte Stadt Norwegens: Bergen und Trondheim. Wir wollten die inspirierenden Lektionen ihrer Geschichte, Geografie und Kultur kennenlernen, welche uns diese außergewöhnliche Reise an der norwegischen Nordwestküste bot. Wir sahen über 100 Fjorde und 1000 Berge. Überquerten den Polarkreis, mit der obligatorischen Polarkreistaufe, und erlebten das unglaubliche Phänomen der Mitternachtssonne – rund um die Uhr Tageslicht. Die Reise fand natürlich ihren absoluten Höhepunkt am Nordkap, dem spektakulärsten Ziel der gesamten Reise! Auf dem 307 Meter hohen Plateau zu stehen, vermittelte schon einen erhabenen Moment. Das Gefühl, hier am Ende der Welt zu sein. Im Rücken ganz Europa zu wissen! Und vor sich nur noch Spitzbergen, dahinter nix als Wasser und Eis – bis hin zum Nordpol. Als bekennende FCK-Fans setzten wir einen lang währenden Plan auf dieser Reise in die Tat um und zeigten die Fahne des 1. FC Kaiserslautern vor dem Globus des Nordkaps.“
Günter und Gisela Pitschi (Kaiserslautern): „Unser schönster Moment im Jahr 2019 war unser 50. Hochzeitstag am 17. Oktober. Aus diesem Anlass unternahmen wir eine einwöchige Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer mit der ,Mein Schiff 2“. Wir flogen zunächst nach Mallorca, und von da ging die Schiffsreise über Civitavecchia mit einem Tagesausflug nach Rom. Danach ging es weiter nach La Spezia mit Tagesausflug nach Florenz und Pisa. Unsere Reise führte uns dann nach Cannes und ins schöne Valencia. Auch hier unternahmen wir wunderbare Landausflüge, lernten viele Sehenswürdigkeiten kennen. Höhepunkt unserer Reise war der letzte Schiffstag, der auf unseren 50. Hochzeitstag fiel. Bei einem Dinner im ,Surf & Turf“ erlebten wir unvergessene Stunden und einen wunderbaren Abschluss unserer Mittelmeerkreuzfahrt.“
Friedrich und Dorothea Schwarz (Steinwenden): „Der Höhepunkt des Jahres 2019 war zweifellos unsere Reise nach Russland. Anfang Mai flogen wir von Frankfurt zuerst nach Moskau und dann weiter nach Rostow. Ein besonderes Erlebnis war unsere Schifffahrt auf der Wolga. Auf unseren Landausflügen sahen mir viele Städte. Saratov, Samara und Uljanowsk, den Geburtsort von Lenin. Wir besuchten auch Nischni Nowgorod, wo der Schriftsteller Maxim Gorki geboren wurde. Eindrucksvoll war auch der Besuch in Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, wo wir den Mamajew-Hügel, die Gedenkstätte des 2. Weltkrieges, besuchten. In Moskau stand dann der Rote Platz und auch das berühmte Kaufhaus Gum auf unserem Besuchsprogramm. Für uns war diese Reise ein Erlebnis der Extraklasse. Wir begegneten freundlichen Menschen, die auf ihr Land stolz sind.“
Christa Reischmann (Schopp): „In diesem Jahr wirkte ich erstmals an einer Produktion des Pfalztheaters mit, an der Oper von Ludger Vollmer ,Begegnungen!_7: Border“. Welch ganz besondere Erfahrungen durfte ich sammeln beim gemeinsamen Erarbeiten einer modernen Oper mit gleichgesinnten und professionellen Menschen. Das gemeinsame Singen im Begegnungschor war einmalig und stiftete direkt viel Gemeinschaft. Dazu kam das szenische Gestalten auf unterschiedlichen Probebühnen. Das Erleben des Entstehungsprozesses einer modernen Inszenierung beeindruckt mich noch immer. Darüber hinaus war und bin ich noch immer glücklich, mit meiner Tochter zusammen dabei gewesen zu sein. Es gab und gibt – weit über die aufregende Premiere hinaus – freundschaftliche Verbindungen mit vielen netten Menschen rund ums Pfalztheater.“
Andreas Dietz (Niederkirchen): „Zu meiner Berentung im Juni habe ich mir die Teilnahme am Hunsbuckelultratrail am 18. August selbst geschenkt. Das war ein Lauf über 66 Kilometer den Hunsrück rund um Laubach. Von der Strecke bin ich jetzt noch begeistert. Einige Traumschleifenabschnitte und die Geierlay sind Bestandteil dieses Laufs. Das Wetter war genau richtig, die Organisation war prima, und die Verpflegungsstationen waren sehr gut bestückt. Diesen Lauf kann ich jedem Trailrunner nur wärmstens empfehlen, man muss nicht unbedingt weit wegfahren – auch hier gibt es viel Natur und Landschaft zu bewundern.“
Astrid Ebert (Höringen): „In diesem Jahr hatte ich einige Highlights. Doch das schönste war eine von meinen beiden Töchtern organisierte Oma-Mutter-Enkel-Tour in den Osten Deutschlands. Unser erster Besuch galt Weimar, der Goethe-Schiller-Stadt. Sehenswert die Anna Amalia Bibliothek, das neu eröffnete Bauhaus -Museum, das Wohnhaus von Goethe und vieles mehr. In Magdeburg besuchten wir den großen Dom und bestaunten das bunte Hundertwasserhaus. Zum Abschluss unser kurzen, aber schönen Reise ging es dann zurück in den Westen, nach Göttingen, wo uns besonders die vielen restaurierten Fachwerkhäuser in der schönen Altstadt gefielen.“
Anke Lommel (Kaiserslautern): „Mein tolles Erlebnis im Jahr 2019 war, zusammen mit meinen drei Töchtern Hannah, Nina und Eva und mit meinem Mann Frank bei einer Opernproduktion im hiesigen Theater als absolute Laien auf der großen Bühne zu stehen. Als komplette Familie war das für uns eine absolute Premiere und für das Pfalztheater wohl auch. Denn eine ganze Familie hatte sich dort bisher noch nicht angemeldet. Wir durften zu Antenne KL ins Studio gehen und dort über das Projekt berichten, und als der SWR im Theater drehte, wurden wir zu den Proben befragt. So etwas hatten wir noch nie erlebt und sprechen heute noch oft über diese tollen Momente. Wir gehen als Familie oft zusammen ins Theater. Im letzten Jahr hatte ich zusammen mit meinen Töchtern beim Tanzprojekt teilgenommen, aber leider ohne meinen Mann. Daher war es für mich in diesem Jahr ein absoluter Höhepunkt, die Freizeit zusammen mit meiner Familie in einem so unglaublich schönen Projekt gemeinsam zu verbringen. Vielleicht wird es mal wieder eine solche Gelegenheit geben, und wir nehmen wieder zusammen als Familie teil – dann aber auch noch mit den Großeltern.“