Kaiserslautern
Kaiserslautern: In Pfaff-Quartier andere Regelung für Stellplätze

In dem künftigen Pfaff-Quartier soll die bislang vorgeschriebene Anzahl von Stellplätzen beim Wohnungsbau eingeschränkt werden.
OB Klaus Weichel sagte am Montag im Stadtrat, damit komme man der Anforderung, auf dem Pfaff-Gelände ein „autoarmes und autofreies Quartier“ zu realisieren, entgegen. Musste bislang für die Wohnnutzung in Mehrfamilienhäusern pro Einheit ein Auto-Stellplatz ausgewiesen werden, werde das auf dem Pfaff-Gelände um 40 Prozent reduziert, so Weichel. Hintergrund dieser Initiative: Auf dem Pfaff-Areal sollen den künftigen Bewohnern Alternativen zur Nutzung des eigenen Autos zur Verfügung stehen. In der Vorlage der Verwaltung ist die Rede von einer guten Anbindung an den ÖPNV sowie dem Aufbau von Carsharing- und Bikesharing-Systemen. Zudem solle eine gute Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden. Parkplätze soll es im neuen Pfaff-Quartier nur in Tiefgaragen und Parkhäusern geben.
Ursula Düll (CDU) gab zu bedenken, dass es rund ums Pfaff-Gelände schon heute nicht ausreichend Parkplätze gibt, Mitarbeiter des Krankenhauses und Besucher des Seniorenwohnheims beispielsweise beanspruchten Parkraum. Es dürfe nicht passieren, dass die dann die wenigen Flächen auf dem Pfaff-Gelände blockierten. OB Weichel kündigte an, eventuell die Parkraumbewirtschaftung in dem Umfeld ausweiten zu wollen.
Nele Ladage (Grüne) betonte, die Schaffung von Stellplätzen sei gut und wichtig. Sie wolle aber daran erinnern, dass sich auf einem Stellplatz für Autos zehn Fahrräder abstellen lassen.