Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Kaiserslautern gewinnt Regionalliga-Premiere im Ausland

Traf einmal: Björn Schlick vom Kaiserslauterer SK.
Traf einmal: Björn Schlick vom Kaiserslauterer SK.

Erst lange Unterbrechungen, dann klare Führung: In Luxemburg fällt die Entscheidung nach dem Seitenwechsel. Warum die KSK-Erste jetzt Tabellenführer ist.

Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs haben auch ihren zweiten Auftritt der Saison 2025/26 erfolgreich beendet: Bei der erstmaligen Austragung einer Partie der Regionalliga Südwest im Ausland gewannen sie bei Swimming Luxembourg mit 17:12 (3:2, 4:2, 6:4, 4:4) und zogen so in Gruppe A mit den führenden Teams aus Friedrichsthal gleich.

Es lief noch lange nicht alles rund beim ersten Heimspiel der Luxemburger in der höchsten südwestdeutschen Spielklasse. Immer wieder mussten sich die Unparteiischen den Ball aus dem Wasser geben lassen, um das Kampfgericht bei den Eingaben ins deutsche Online-System zu unterstützen. Ein wirklicher Spielfluss kam so kaum auf – das erste Viertel dauerte mit den ganzen Unterbrechungen weit über 20 Minuten.

KSK-Torwart Illia Dmytriiev in Top-Form

Wenn dann mal gespielt wurde, zeigten die Hausherren ein völlig anderes Gesicht als zehn Tage zuvor beim 10:28 in Friedrichsthal. Zwar führte der KSK bis in die sechste Minute mit 2:0 – das war allerdings vor allem einem wieder mal hervorragend aufgelegten Illia Dmytriiev im KSK-Tor zu verdanken, der diverse gute Einschussmöglichkeiten der Luxemburger vereitelte. Doch das Bollwerk hielt nicht ewig, so gingen die Krokodile nur noch mit einem knappen 3:2-Vorsprung in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt änderte sich zunächst wenig. Die mit einigen starken Einzelspielern besetzten Luxemburger hielten die Lauterer Angriffsbemühungen weitgehend im Zaum und konnten im Vorwärtsgang eigene Akzente setzen. So durfte sich der KSK erneut bei Illia Dmytriiev bedanken, dass man auch zur Halbzeit noch vorne lag (7:4): Er entschärfte unter anderem gleich zwei Strafwürfe.

Luxemburger mit Ergebniskosmetik am Ende

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann aber zugunsten der Lauterer. In einer Partie mit vielen Hinausstellungen (14 gegen Luxemburg, zwölf gegen den KSK) durften bis zum Ende des dritten Abschnitts drei Akteure der Gastgeber mit drei persönlichen Fehlern nicht mehr mitspielen. Zeitgleich kamen die Krokodile immer besser ins Rollen. Dabei waren es weniger die genutzten Überzahlspiele (nur knapp 40 Prozent Erfolgsquote), sondern eher einige schön herausgespielte, normale Angriffe und Konter, mit denen man das Resultat auf 13:8 ausbaute.

Spätestens, als es nach einem 4:1-Lauf gegen die nun stark nachlassenden Luxemburger zur Hälfte des Schlussabschnitts 17:9 stand, war die Partie entschieden. In der Folge wechselte der KSK einerseits wohl etwas zu wild durch und schwamm andererseits auch oft arg kopflos nach vorne, um weitere Treffer erzielen, sodass man die Gastgeber förmlich zur Ergebniskosmetik einlud. Und während die Lauterer selbst beste Möglichkeiten ausließen, traf Luxemburg noch dreimal in Folge.

Am Sonntag bei der Ludwigshafener Zweiten

Durch das 17:12, zu dem Jens Feddeck und Jan-Philipp Minges je vier Treffer beisteuerten und bei dem auch Debütant Jordan Chatfield ein Tor erzielte, rückten die Krokodile in der offiziellen Tabelle der Gruppe A sogar auf Platz eins vor. Der Grund dafür ist, dass man mit +24 das gleiche Torverhältnis vorweist wie der bisherige Spitzenreiter SV Friedrichsthal I, aber zwei Treffer mehr erzielt hat. Die Friedrichsthaler Zweite hat zwar ebenfalls sechs Pluspunkte und darüber hinaus auch mit +25 das beste Torverhältnis, liegt aber trotzdem nur auf Rang drei, weil man das Duell mit der eigenen Ersten verloren hatte.

Bereits am Sonntag steht mit dem Gastspiel beim WSV Vorwärts Ludwigshafen II für die Kaiserslauterer Krokodile die nächste Begegnung an (Anpfiff: 18:30 Uhr). Dem besagten leichten „Chaos“ an der Tabellenspitze könnten die Krokodile in Ludwigshafen entkommen. Ob es gelingt, wird unter anderem auch vom Kader der WSV-Zweitliga-Reserve abhängen, die als einziges Team in dieser Saison noch kein Spiel bestritten hat. Sollten die Ludwighafener wie im Vorjahr mit einer punktuell verstärkten Jugendtruppe antreten, ist der dritte Erfolg im dritten Spiel für die KSK-Truppe auf alle Fälle machbar. In der vergangenen Saison gab es mit 17:6 und 23:13 zwei deutliche Siege für den KSK, wobei letzterer der entscheidende Mosaikstein auf dem Weg zur Meisterschaft war – Wiederholung erwünscht.

KSK-Zweite tritt bei Friedrichsthal Masters an

Zwei Tage davor greift aber zunächst die zweite KSK-Mannschaft in das Geschehen der Gruppe B ein: Am Freitag trifft man ab 20.30 Uhr auswärts auf die Friedrichsthaler Masters. Das sind die Vorzeichen beim Saisondebüt der Lauterer zweiten nicht ganz so eindeutig. Zwar steht man mit den offiziell unter „Auswahl Friedrichsthal“ geführten Masters des SVF demjenigen Team gegenüber, das man im Vorjahr zweimal geschlagen hat. Allerdings starten die Saarländer mit dem Rückenwind in die Partie, dass sie zum Auftakt den SV 08 Saarbrücken mit 19:12 in die Schranken gewiesen haben.

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