Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Kaiserslauterer Stadtderby mit klarer Rollenverteilung

Beim letzten Stadtderby war er noch als Spieler dabei: Patrick Schulze, der Coach der zweiten Mannschaft des TuS Dansenberg.
Beim letzten Stadtderby war er noch als Spieler dabei: Patrick Schulze, der Coach der zweiten Mannschaft des TuS Dansenberg.

Am Samstag empfängt die zweite Mannschaft des TuS 04 Dansenberg als Außenseiter die HSG Kaiserslautern zum Oberliga-Stadtderby in der Layenberger Sporthalle.

Die Zweitvertretung von Regionalligist TuS Dansenberg steht noch ohne Punktgewinn abgeschlagen auf dem letzten Platz, während die HSG mit 15:11 Punkten Fünfter ist, mit einem Spiel weniger als der Tabellenvierte, und mit einem Sieg im Derby (Anpfiff: 17.45 Uhr) noch auf den vierten Platz vorrücken könnte. „Wir sind der krasse Außenseiter, wie gegen jeden in der Liga“, weiß auch TuS-Trainer Patrick Schulze, während HSG-Coach Thomas Brosig meint: „Wir nehmen die Favoritenrolle an, aber im Derby kann immer alles passieren, wir gehen daher mit dem nötigen Respekt an die Sache.“

HSG auf Erfolgskurs

Das Hinspiel vor vollem Haus in der Sporthalle der Schillerschule endete 34:16 für die HSG. „Wir freuen uns alle extrem auf das Derby, hoffen wieder, wie auch im Hinspiel, auf eine tolle Atmosphäre und eine volle Halle. Wir wollen es genießen und natürlich auch die zwei Punkte holen“, kommentiert Brosig. Für die HSG läuft es nach einigen Startschwierigkeiten zu Saisonbeginn seit Ende November sehr gut, aus den letzten sechs Spielen holten die Lauterer fünf teils deutliche Siege, mussten sich nur dem souveränen Tabellenführer HSG Dudenhofen/Schifferstadt geschlagen geben. Diesen Aufwärtstrend will Brosig fortsetzen: „Wir wollen unsere gute Form beibehalten. Wir sind gut unterwegs, spielen gut, holen Punkte, sind erfolgreich. Es macht sehr viel Spaß im Moment.“

Trotzdem muss die HSG den Blick nach wie vor auch nach unten richten. Denn durch den Zusammenschluss des pfälzischen und rheinhessischen Handballbundes wird es vier Absteiger geben, noch ist man nicht sicher, auch wenn es mit jedem Sieg besser aussieht. Das weiß auch Brosig: „Wir brauchen die Punkte am Samstag, um weiter auf unsere Saisonziele hinzuarbeiten.“

Beim TuS II hofft man auf den ersten Punkt

Der Abstieg des TuS II ist hingegen bereits besiegelt und war es ehrlicherweise bereits, bevor das erste Saisonspiel angepfiffen wurde. Dem Kader fehlt schlicht die Qualität für die Liga, das weiß auch Schulze, der sein Team dennoch nicht chancenlos sieht: „Wir haben schon oft gezeigt, dass wir mit vielen Mannschaften in der Liga lange mithalten können. Wir gestalten die Spiele bis zur 45. Minute offen, brechen dann aber ein und verlieren in der Schlussphase den Anschluss. Wir haben es verdient, mal einen Punkt zu holen. Wir werden sehen, ob das gegen die HSG gelingt, wir werden alles reinwerfen. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Saison noch Punkte holen und nicht mit null Punkten runter gehen.“

Dabei hofft er für Samstag auf tatkräftige Unterstützung der A-Jugend, da Schulze einige Ausfälle zu beklagen hat: „Zur fehlenden Qualität kommen jetzt auch noch Verletzungspech und Krankheiten. Ich freue mich, wenn ein paar A-Jugendliche mitspielen und die Gelegenheit nutzen, in der Liga Erfahrung zu sammeln und sich zu beweisen.“

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