Kaiserslautern
Kaiserslauterer Autoren in der aktuellen Ausgabe der „Neuen Literarischen Pfalz“
Wer vielleicht seit Beginn der Corona-Krise öfter mal die Nase in ein Buch gesteckt hat, hat mit der aktuelle Ausgabe des Literaturmagazins „Neue Literarische Pfalz“ des Literarischen Vereins der Pfalz (in den Buchhandlungen erhältlich) die Chance auch einiges von Autorinnen und Autoren aus unserer Stadt zu lesen. Und vielleicht festzustellen, dass die Qualität der Texte keine schlechte ist. Die Texte der „eingeborenen“ Schreiber variieren zwischen rhythmisch wohl gesetzten oder eher experimentellen Gedichten sowie Reiseliteratur oder Kurz-Kurzgeschichten.
Unter anderem ist die vielfach bepreiste und scharfzüngige Mundartschriftstellerin Helga Schneider in der neuen „NLP“ zu finden. Etwa mit ihrem Gedicht „Global“, in dem sie ein lokales Leben mit internationaler Lebensweise in Verbindung bringt.
Ganz schön schräg
Ein „Homeboy“ mit Grab nahe des Olymp. Schön schräg. Uwe Kraus ist für seine sehr unkonventionelle Schreibweise bekannt. Sein Gedicht „Mauern“ richtet er wortstark gegen Engstirnigkeit, die bis in die Ausgrenzung oder gar Kriegstreiberei reicht. Auch der Autor etlicher erfolgreicher Romane, Gerd Forster findet sich im Magazin. In seinem Reisetext „Friedliche Steine“ schlägt er den Bogen von einer TGV-Fahrt nach Avignon bis zu Marc Chagall, von hilfsbereiten Franzosen bis zu Zinken auf den Grabplatten berühmter Künstler.
Weiter kommen in dem Band zur Geltung Gedichte mit der Lyrik von Renate Demuth oder Peter Herzer. Und auch die Satire wird gepflegt (vom Verfasser dieser Zeilen: All dies könnte ja so manchen Zeitgenossen davon überzeugen, dass in Kaiserslautern doch der ein oder andere zumindest brauchbare Schriftsteller seine Brötchen kauft.
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