Kaiserslautern Künstlerin und Umweltaktivistin Betty Beier in der Kaiserslauterer City
Denn das Stück geretteter Originalregenwald aus Erde, Laub, Pflänzchen und auffallend großen Paranussfruchthüllen transportiert sie im eigens angefertigten Koffer aus Kohlefasern. Ergänzt mit dokumentierenden Fotos, Flyer und Grafiken mischt sie sich wie ein „Stolperstein“ in Straßenszenen, um die Missstände abgeholzter Regenwälder zugunsten von Viehzucht, Wirtschaft oder Staudammbau zu benennen. Eine Aktion, die Beier seit dem Katholikentag in Mannheim (2012) verfolgt, wohingegen sie mit dem „Erdschollenarchiv“ bereits vor rund 20 Jahren nach Kaiserslautern kam und es in der Rotunde der Technischen Universität, heute die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, ausstellte.
Viele Passanten bleiben stehen. „Die meisten hören mir tief bewegt zu und haben echt gute Fragen“, berichtet Beier. Als ersten Interessenten an dieser Straßenaktion blieb Steinmetz und Bildhauer Richard Henkel stehen. Der Morlauterer zeigte großes Interesse. Auch sein Steinmaterial ist ein Produkt geologischen Wachstums. „Artists for Nature“ ist zu den üblichen Öffnungszeiten noch bis 30. September im mpk zu sehen.