Kaiserslautern Kümmelweckfest des Blaulichtvereins auf der Kippe
„Vor allem die Förderung kameradschaftlicher Verbindungen liegt uns am Herzen“, sagt Martin Gugel, Vorsitzender des Blaulichtvereins. Um diejenigen anzuerkennen und zu feiern, die das ganze Jahr für Sicherheit sorgten, werde das Fest veranstaltet. „Es ist ein Moment der Anerkennung, des Zusammenhalts und der Dankbarkeit.“ Mit dem Fest solle den Rettern und deren Familien gezeigt werden, dass ihr Engagement und ihr Einsatz nicht ungesehen bleibt. „Das sind Menschen, die in heiklen Situationen ihr eigenes Leben hintanstellen, um anderen zu helfen“, betont der Vorsitzende.
Über der nächsten Auflage des Kümmelweckfests schweben derzeit dunkle Wolken. Die Stadt sei wegen ihrer prekären Haushaltssituation als Sponsor weggefallen. Das sei vor allem deshalb traurig, da die Stadt und ihre Feuerwehr seit jeher fast familiär fürsorglich miteinander umgegangen seien, schildert Gugel. Momentan sei unsicher, ob andere Unterstützer – eventuell regionale Unternehmen oder Banken – diese Lücke füllen werden.
Derzeit 18 Mitglieder
Der Blaulichtverein will den Gedanken der Notfallhilfe fördern. Einen besonderen Akzent legt der Verein dabei auf die Jugendhilfe, also auf der Unterstützung die Jugendorganisationen in der Blaulichtfamilie. Beispiele dafür seien die Ausrichtung eines „Tages der offenen Tür“ bei der Feuerwehr Kaiserslautern und die Organisation und Finanzierung einer Realbrandausbildung für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserslautern.
Der Verein entspricht allerdings nicht den gängigen Vorstellungen etwa eines Sportvereins. Das liegt Gugel zufolge unter anderem daran, dass jede natürliche oder juristische Person Mitglied werden kann. „Zurzeit hat der Verein 18 Mitglieder“, sagt der Vorsitzende. „Dabei ist es nicht das Vereinsziel, für eine hohe Anzahl von Mitgliedern zu werben.“ Die Finanzierung des Vereins basiere nämlich in erster Linie auf Spenden von Firmen und Privatpersonen, denen die Blaulichtfamilie am Herzen liege. Als gemeinnütziger Verein, der sich der Unterstützung der Notfallhilfe verschrieben habe, seien Spenden steuerlich absetzbar. Durch eine Spende an den Blaulichtverein würden alle Bereiche der Notfallhilfe verbessert – folglich auch die Sicherheit der Bürger in Kaiserslautern.