Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Känguru-Nachwuchs im Siegelbacher Zoo: Mila schon so mutig wie Mutter Monja

Mila, das Nachwuchskänguru, hat genauso wenig Scheu vor Menschen wie Mutter Monja. Das Geschlecht des kleinen Kängurus konnte no
Mila, das Nachwuchskänguru, hat genauso wenig Scheu vor Menschen wie Mutter Monja. Das Geschlecht des kleinen Kängurus konnte noch nicht bestimmt werden.

Eins der beiden „Geheimnisse“ ist gelüftet – das andere behält der Besucher-Liebling vorerst noch für sich. Das Känguru-Baby im Siegelbacher Zoo hat nun einen Namen. Ob Mila allerdings ein Mädchen oder ein Junge ist, das haben die Zoo-Mitarbeiter noch nicht herausfinden können. Klar aber ist: Das Kleine ist schon so beherzt wie die Mama.

Ein Känguru-Baby entdeckt die (kleine) Welt. Und lässt die Zoo-Besucher an seinen Erkundungstouren durchs begehbare Gehege teilhaben. Denn eins zeigt sich schon deutlich: Mila ist nicht minder mutig wie Mama Monja. Vor den Zweibeinern, die da am Rande des Känguru-Reichs vorbeiflanieren, zeigt es keinerlei Scheu.

Was die Zoo-Belegschaft aber auch nicht verwundert. „Monja zeigt ja auch keine Angst vor Menschen. Die hat sich schon immer weit nach vorn gewagt. Wenn die Mal wissen, das kann ja nix passieren, haben die mit der Nähe kein Problem“, sagt Karin Hartmann. Die Folge sei: Was sich die Mutter zutraut, macht auch der Nachwuchs nach, weiß die Büroleiterin des Zoos. Demnach dürfte auch Mila später auch mal alleine couragiert bis an den von Steinen gesäumten Pfad des Geheges hüpfen und den Besuchern ganz nahe kommen.

So beherzt sind nicht alle. Milas möglicher Spielkamerad beispielsweise lässt sich bislang nur ganz selten blicken. Auch eins der braunen Bennet-Kängurus hat inzwischen Nachwuchs bekommen (wir berichteten). Möglicherweise lässt sich demnächst auch noch ein drittes im Bunde blicken. Das hatte Zoopädagogin Lena Stoller schon damals gemutmaßt, als Mila erstmals ganz fotogen das Köpfchen aus dem Beutel gereckt hatte.

Dass zwei Babys in Siegelbach noch im Schutz des Beutels unterwegs sind, aber auch schon Geh- beziehungsweise Hüpfversuche machen, ist verbürgt. Auf das Dritte im Bunde der Känguru-Kinderstube hoffen die Verantwortlichen. Denn die Kleinen sind durchaus eine Attraktion. Milas möglicher künftiger Spielkamerad allerdings macht sich noch ziemlich rar. Während die beiden Albinos immer mal wieder weitere Wege durchs Gehege gehen, bleibt die andere Mutter mit ihrem Nachwuchs lieber im Hintergrund.

Ferienprogramm belebt zurzeit den Zoo

Attraktion hin oder her: Von einem Ansturm auf den Zoo kann zurzeit keine Rede sein. Nicht zuletzt der Hitze wegen herrscht dieser Tage an Nachmittagen Flaute. Zumindest in der vergangenen Woche habe dafür an den Vormittagen reger Betrieb beherrscht, sagte am Mittwoch Zoodirektor Matthias Schmitt.

Was zurzeit aber für einiges Leben sorgt: Im Zoo läuft kurz vorm Beginn des neuen Schuljahrs das Ferienprogramm. Da ist Lena Stoller zurzeit schwer beschäftigt. „Langweilig wird’s nicht.“ Die täglich zehn jungen Besucher, für die der Zoo ein abwechslungsreiches Programm bietet, hätten natürlich auch die außergewöhnlichen Kängurus in weiß schon in Augenschein genommen. Die Zoopädagogin allerdings sagt auch deutlich: „Wir haben ja hier im Zoo noch viel mehr Tiere. Auch Tierbabys.“ Auch die Büroleiterin macht deutlich, dass es intern sicherlich keinen Hype wegen Mila gebe. „Tierbabys sind ja alle süß. Und das erleben die Besucher bei uns ja immer wieder.

Namenswahl trifft der Pate von Mutter und Kind

Noch keinen Namen hat das jüngere der beiden kleinen Kängurus. Dass der Albino-Nachwuchs Mila heißen soll, das hat der Pate entscheiden dürfen. Derjenige, der bereits die Patenschaft für Monja übernommen – und auch deren Name ausgesucht hatte, hat nun auch allzu gern deren Junges unter seine Fittiche genommen und mithin nach guter Zootradition einen Namen aussuchen dürfen.

Einzige Prämisse bei der Wahl: Es sollte, da die Entscheidung zeitig fiel, schon ein geschlechtsneutraler Name sein. Denn ob Mila Junge oder Mädchen ist, haben die Zooleute noch nicht herausgefunden. „Das ist nicht ganz einfach – und für die Tiere mit Stress verbunden“, weiß Karin Hartmann. Meist werde dies bei einer ohnehin anstehenden tierärztlichen Untersuchung mit erkundet. Äußerliche Anzeichen, die bei einigen Tierarten früh auf das Geschlecht hindeuten, gebe es bei Kängurus nicht.

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