Kaiserslautern Jammern hilft nicht

Option für die Startelf: Yannick Filipovic, der lange Innenverteidiger des FCK II, hier im Zweikampf mit Lukas Latz vom FV Dieff
Option für die Startelf: Yannick Filipovic, der lange Innenverteidiger des FCK II, hier im Zweikampf mit Lukas Latz vom FV Diefflen.

Das verbliebene Häuflein Aufrechter muss die Mammutaufgabe stemmen: Weder von den Profis noch von den A-Junioren erwartet Hans Werner Moser personelle Unterstützung, wenn heute (Anstoß 14 Uhr) die U21 des 1. FC Kaiserslautern auf dem Fröhnerhof den Oberliga-Primus TuS RW Koblenz empfängt.

Jammern hilft nicht. Doch nicht nur deshalb lässt es Hans Werner Moser auch schön bleiben. „Ist nicht meine Art“, sagt der Coach, der in dieser Saison wahrlich leidgeprüft ist: „Ich schaue schon auch mit einem weinenden Auge nach oben“, bekennt der Ex-Profi mit Blick auf seine (ehemaligen) Schützlinge, die jetzt zwei Klassen höher am Ball sind. Und dort auch durchaus für Furore sorgen, wie etwa Christian Kühlwetter. Der war mit am Ball, als Team FCK II zum Saisonauftakt die Elf des SC Idar-Oberstein in deren Stadion hoch über der Edelsteinstadt zerpflückte. Kühlwetter entfachte dort 90 Minuten Dampf und beschloss den Trefferreigen. Dylan Esmel hatte das erste Tor der neuen Oberliga-Runde markiert. Lukas Gottwalt hatte indes Pech, musste vor der Pause mit Knick des Nasenbeins raus. Antonio Jonjic hatte damals mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen müssen. Bester Idar-Akteur beim Heimdebakel: Ein Stürmer namens Justus Klein. Klein kickt inzwischen in Reihen der Lauterer. Von seinen damaligen Gegenspielern aber sind inzwischen so einige weg – dahin verschwunden, wo Trainer Moser sie ja durchaus gerne sehen möchte. „Es ist ja unser Job, Spieler an höhere Aufgaben heranzuführen“, sagt er immer mal wieder. Dass aber gleich mehrere so einschlagen, hinterlässt halt Lücken. Erschwerend hinzu gekommen sind Verletzungen, etwa die schwere Blessur von Esmel, und die verspäteten Abgänge von Valdrin Mustafa (Hannover 96 II) und Mario Andric (Wuppertaler SV). Und so kommt’s, dass die U21 mit einem Kader dasteht, der mit dem zu Saisonbeginn geplanten Aufgebot ja nurmehr besagtes Häuflein Aufrechter gemein hat. „Es ist doch klar, dass wir damit an Qualität verloren haben“, sagt Moser. So verwundert auch der Stolperstart ins neue Jahr nicht sonderlich. Dem 3:0-Erfolg über Kellerkind Emmelshausen stehen vier Niederlagen gegenüber, zuletzt beim Tabellenzweiten Engers. „Aber nur gegen Wiesbach waren wir klar unterlegen“, will Moser die blanken Resultate nicht unbedingt als Spiegelbild der Leistungen sehen, die seine Truppe liefert. Deswegen ist ihm auch nicht bange vorm heutigen Gastspiel des zum Aufstiegsfavoriten avancierten Ensembles von der Mosel. „Wir können auch gegen die Koblenzer gewinnen. Wir spielen lieber gegen Mannschaften, die oben stehen.“ Lichtblicke personeller Art aber gibt’s wenig. „Die A-Junioren spielen gegen den Abstieg“, da seien zurzeit keine Anleihen möglich, weiß Moser; zumindest nicht mit Leistungsträgern des U19-Teams, die auch in der Oberliga auf Anhieb bestehen könnten. Ob von den Profis was kommt, weiß Moser (noch) nicht zu sagen. Das entscheide Sascha Hildmann. Doch noch ein kleiner (körperlich großer) Lichtblick: Yannick Filipovic ist von seiner Junioren-Länderspielreise mit Montenegro zurück. „Mal sehen, wie er sich fühlt“, will Moser abwarten. Ein Platz in der Startelf, aber auch auf der Bank sei denkbar. Denn auch an verlässlichen Auswechselspielern hapert es zurzeit.

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