Kaiserslautern „Inzwischen sind wir noch besser geworden“
Am 11. November findet in der Barbarossahalle nach 2010 erneut ein Badminton-Länderspiel statt (wir berichteten gestern). Ohne den Badmintonverein Kaiserslautern (BVKL) wäre das undenkbar. Hubertus Gramowski, Vorsitzender des Vereins, erläutert im Gespräch mit der RHEINPFALZ die Hintergründe.
Die Ausrichtung des Länderspiels gegen Spanien im Jahr 2010 hat dem Verein sehr viel gebracht. Es war eine gute Gelegenheit, das Potenzial und die Leistungsfähigkeit des BVKL zu dokumentieren. Inzwischen sind wir noch besser geworden. So eine Bewerbung ist sicher kein leichtes Unterfangen, oder? Die Bewerbung war langwierig und mühsam. Die Vergabe an uns ist ein Zeichen des Vertrauens des Deutschen Badminton-Verbandes in die Leistungsfähigkeit unseres Vereins. Geholfen hat dabei, dass wir mit 330 Mitgliedern der mitgliederstärkste Verein in Rheinhessen-Pfalz sind und bei vielen Anlässen wie Ausrichtung des Länderspiels gegen Spanien im Jahr 2010, der jährlichen Junior Op’n, dem größten Nachwuchsturnier im Südwesten, der Badminton-Schnuppernacht und vielen anderen Aktivitäten gezeigt haben, dass wir eine solche Veranstaltung auch stemmen können. Was kommt da an Arbeit auf Sie zu? Was muss alles bedacht, beachtet werden? Leider ist die Realisierung einer solchen Veranstaltung nicht mehr ausschließlich über Eintrittsgelder möglich. Daher sind wir dringend auf die Unterstützung von Sponsoren und Werbepartnern angewiesen. Geplant sind ein Vorprogramm, ein VIP-Bereich, eine Tombola. Es soll eine Veranstaltungsbroschüre, Plakate, ein Veranstaltungs-T-Shirt und eine ganze Reihe mehr geben. Wir erwarten über 1000 Zuschauer. Presse, Rundfunk und Fernsehen werden kommen, dem müssen wir gerecht werden. Die wichtigsten Aufgaben momentan sind die Erstellung und Versendung einer Sponsorenbroschüre, der Kartenvorverkauf und die Öffentlichkeitsarbeit. Was ist mit der Barbarossahalle, passt alles? Es müssen zwei Spielfelder mit Schiedsrichterstühlen und elektronischen Anzeigetafeln aufgebaut werden. Wir wollen Zusatztribünen und Stühle um die Felder stellen. Werbung muss gestaltet und platziert werden und, und, und… Außerdem müssen alle genutzten Hallenbereiche mit Teppichboden oder ähnlichem ausgelegt werden, um den empfindlichen Hallenboden, vor allem aber die Tartanbahn zu schützen. Deutschland und Dänemark werden in Kaiserslautern aufschlagen. Wo stehen die beiden Nationen sportlich? Dänemark ist seit vielen Jahren die stärkste Badmintonnation in Europa. Die dänische Männermannschaft hat vor zwei Monaten in Kunshan (China), als erste europäische Mannschaft überhaupt, den Thomas-Cup, das ist die offizielle Weltmeisterschaft der Männermannschaften, gegen Indonesien gewonnen. Deutschland ist momentan die drittbeste Nation in Europa. Der DBV plant, möglichst viele Olympiateilnehmer an den Start zu bringen. Somit erwarten wir äußerst attraktive Spiele, die in dieser hohen Qualität in Kaiserslautern so bald nicht mehr zu sehen sein werden. Was versprechen Sie sich für die Stadt Kaiserslautern, was für den Zulauf im Badmintonverein? Für die Stadt Kaiserslautern und die Region dürfte es sich sicherlich um einen der Höhepunkte des Jahres im sportlichen Veranstaltungskalender handeln. der Kaiserslauterns Ruf als sportfreundliche Stadt weiter festigt. Zuschauer werden aus ganz Rheinland-Pfalz, aber auch aus den umliegenden Bundesländern, sogar aus Luxemburg und Frankreich kommen. Wir erwarten auch den Besuch unserer Badmintonfreunde aus unserer Partnerstadt Silkeborg in Dänemark. Wenn durch die Veranstaltung Neumitglieder zum Verein kommen, wäre dies ein positiver Nebeneffekt. In der Hauptsache geht es darum, möglichst vielen Sportinteressierten die Möglichkeit zu geben, Weltklasse-Badminton und die Athletik und Dynamik des Badmintonsports hautnah zu erleben und damit auch die Sportart in unserer Region noch populärer zu machen. |thea