Kaiserslautern Interesse an Taufkurs

An einem Taufkurs der Evangelischen Landeskirche haben zehn Flüchtlinge aus dem Iran und Afghanistan Interesse gezeigt.
Die Teilnehmer aus Kaiserslautern, Wolfstein, Lauterecken und Kusel trafen sich am Samstag zu einem Seminar mit Arne Dembek, dem Beauftragten der Pfälzischen Kirche für Christen anderer Sprache und Herkunft, in der Alten Eintracht. Organisiert wurde das Treffen von Andreas Henkel, Pfarrer an der Stiftskirchengemeinde. Bei Menschen aus dem Iran gebe es eine große Offenheit gegenüber dem Christentum, so Henkel. Das liege an der negativen Erfahrung mit der Ausübung des Islams im Iran, aber auch an der Begegnung mit dem Christentum über armenisch-orthodoxe Christen und später an dem Kontakt mit Kirche und Christen in Deutschland. So sei bei einigen das Bedürfnis gewachsen, in den christlichen Glauben eingeführt und vielleicht auch getauft zu werden. Gleichzeitig müsse man sehen, dass ein Übertritt zum Christentum Flüchtlingen helfe, im Asylverfahren anerkannt zu werden, so Henkel. In dem Taufkurs werden die Teilnehmer über die Grundelemente christlicher Theologie, die Sakramente Taufe und Abendmahl, die Zehn Gebote sowie ethische Folgerungen aus dem christlichen Glauben informiert. Henkel: „Es ist ein Anfang, den die Kirchengemeinden in den Wohnorten der Flüchtlinge fortsetzen sollen.“ Weitere Gespräche, Teilnahme an christlichen Gottesdiensten und Begegnungen mit Christen seien notwendig, um durch die Taufe in die christliche Gemeinschaft aufgenommen zu werden. (jsw)