KAISERSLAUTERN
Impfzentrum: Start mit zwei Impfstraßen
Mit dem Aufbau des Corona-Impfzentrums in der Opel-Halle K1 geht es Schlag auf Schlag. Aufstellung der äußeren und inneren Bauzäune. Einzug der Messebauer. Oberbürgermeister Klaus Weichel skizzierte in der Sitzung des Stadtrats die nächsten Schritte, die jetzt gegangen werden, damit das Impfzentrum seine Arbeit in geordneten Bahnen aufnehmen kann. Es gelte, alles so zu organisieren, dass es eine medizinische Einrichtung ist und als solche auch optisch wahrgenommen werde.
Das Impfzentrum wird die Anlaufstelle für alle Stadt- und Kreisbewohner werden. Stadt und Kreis haben sich auf eine gemeinsame Einrichtung verständigt. Gestartet wird nach den Worten des Oberbürgermeisters mit zwei Impfstraßen, für zwei Gebietskörperschaften. In der Folge werde entschieden, wann um weitere zwei Impfstraßen erweitert wird. In Spitzenzeiten sollten bis zu 1000 Impfungen hier vorgenommen werden, so der Oberbürgermeister.
Wer für das Personal sorgt
Für den Betrieb des Impfzentrums ist Personal notwendig. Ärztliches, medizinisches Personal soll über die Kassenärztliche Vereinigung und über niedergelassene Ärzte rekrutiert werden. Gedacht wird auch an Ärzte, die bereits im Ruhestand sind. Weiteres Personal, etwa für den Empfang oder die Erfassung der Besucher des Impfzentrums, wird von der Stadt gestellt. Nach Angaben von Oberbürgermeister Weichel laufen dafür acht Ausschreibungen. Die Kosten für das Personal sollen mit dem Land abgerechnet werden. Ordnungs- und Reinigungsdienste werden von der Stadt auch ausgeschrieben. Es sei ein hohes Finanzvolumen, das damit auf die Stadt zukomme und hoffentlich auch mit dem Land abgerechnet werden könne.
Zahlen nannte der Oberbürgermeister in seinem Sachstandsbericht auch. Er rechnete mit einem finanziellen Aufwand für zwei Impfstraßen in der Größenordnung zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Euro, obwohl Opel für die Fertigungshalle keine Miete verlangt, nur Nebenkosten anfallen.
Mobile Impfteams soll es auch geben, wie der Rathauschef berichtete. Sie sollen von den Rettungsdiensten gestellt werden. Die mobilen Impfteams sollen in die Einrichtungen, wie Heime für Senioren oder Demenzerkrankte, gehen.
Wichtig ist aus Sicht des Rathauschefs, dass die Stadt als Träger des Impfzentrums von der Haftung im Fall möglicher Impfschäden freigestellt wird. Die Verantwortung dafür müsse von der Stadt weg, so Weichel. Bund und Land müssten einen Haftungsausschluss erwirken.
Ohne ein umfangreiches Vertragswerk geht die Einrichtung des Corona-Impfzentrums nicht. Der Oberbürgermeister listete einen Kooperationsvertrag zwischen Stadt und Kreis, einen Nutzungsvertrag mit Opel, einen Vertrag zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Land sowie einen Vertrag zwischen dem Land und den Rettungsdiensten auf.