Kaiserslautern
IMG Innovations-Management GmbH unterstützt Unternehmen vielfältig
„Wir helfen Unternehmen in Rheinland-Pfalz dabei, wettbewerbsfähig zu werden und einen Zugang zum internationalen Markt zu finden“, sagt Klaus Kobek, Geschäftsführer bei der IMG Innovations-Management GmbH, einer Tochter der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Die beiden Standbeine von IMG sind der Technologie- und Wissenstransfer sowie das Innovationsmanagement.
Netzwerke, Patente, Messen
Die IMG beschäftigt 18 Mitarbeiter an mehreren Standorten, die Zentrale findet sich in Kaiserslautern, berichtet Prokurist Jürgen Gerber. Zuständig ist die IMG für ganz Rheinland-Pfalz. Sie unterstütze Firmen beim Aufbau von Netzwerken, helfe Unternehmen und Hochschulen bei Messe-Auftritten und bei Fragen rund um das Patentwesen.
Bevor ein eigenes Patent angemeldet werde sei es besonders wichtig, zu wissen, welche Patente es bereits am Markt gebe, um nicht dagegen zu verstoßen, betont Kobek. Eine weitere Sparte der IMG ist die Kreativwirtschaft mit den Schwerpunkten Design, Games, Software und Film.
In Trier beispielsweise sei eine IMG-Außenstelle mit dem Schwerpunkt Games angesiedelt, da es dort einen großen Games-Studiengang gebe, schildert Kobek. Doch während relativ viele Menschen in Rheinland-Pfalz studierten, blieben die wenigsten nach ihrem Abschluss hier. Die IMG versuche, dies zu ändern, indem junge Menschen beim Aufbau eines Unternehmens unterstützt werden, sagt Kobek.
Diese Unterstützung ist für die Firmen meist kostenlos, da die IMG für Firmen nach öffentlich geförderten Projekten suche und prüfe, was förderfähig ist. Die Finanzierung stamme häufig vom Land Rheinland-Pfalz oder der Europäischen Union.
Den Standort sichtbar machen
Generell gehe es bei der Arbeit der IMG darum, den Innovations- und Technologie-Standort Rheinland-Pfalz sichtbar zu machen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, betont Gerber. Das Bundesland sei mittelständisch geprägt, brauche aber den internationalen Markt, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die IMG decke dabei in ihrer Arbeit die komplette Kette ab, von der Forschung bis zur Markteinführung – je nachdem, an welcher Stelle des Prozesses Unterstützung notwendig ist.
„Erfolg passiert nicht zufällig“, sagt Gerber. Die IMG helfe jungen Unternehmen, die gerade aus der Gründungsphase entwachsen sind dabei, international Fuß zu fassen und weiter innovativ zu sein.
Erfolgreichstes Beispiel sei die Mainzer Firma Biontech, die derzeit mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus Erfolg feiert. Die IMG habe mit Biontech im Patentbereich zusammengearbeitet, speziell dabei, Erfindungen aus dem Universitätsbereich im Unternehmen zu relizensieren, berichten Kobek und Gerber.
Sichtbarkeit lässt sich nicht nur über Messen herstellen, sondern auch über Auftritte in Filmen. So baue das Film- und Medienforum als Teil der IMG eine Datenbank mit möglichen Film-Orten auf, um Rheinland-Pfalz in der ganzen Welt sichtbar zu machen. Die Außenaufnahme des Schlosses Bürresheim bei Mayen beispielsweise diente schon mal als Kulisse für den Film „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“.
Ebenfalls unter das Stichwort „Sichtbarkeit“ fällt die Plattform für additive Fertigung, die derzeit aufgebaut wird. Über ganz Rheinland-Pfalz sei viel Spezialwissen in Sachen 3-D-Druck verteilt, schildert Gerber. Nun gelte es, dieses Wissen zu vernetzen und für Unternehmer sichtbar zu machen. In Sachen „Industrie 4.0“ habe es das Bundesland bereits geschafft, international wahrgenommen zu werden, dies soll nun auch in anderen Bereichen gelingen.