Kaiserslautern Im Wortlaut: Die Friedenspreis-Rede

In ihrer Dankesrede sprach Friedenspreisträgerin Carolin Emcke sich gegen Ausgrenzung aus: „Menschenrechte sind voraussetzungslos. (...) Verschiedenheit ist kein Grund für Ausgrenzung. Ähnlichkeit keine Voraussetzung für Grundrechte.“ „Zur Zeit grassiert ein Klima des Fanatismus und der Gewalt in Europa. ... In Wahrheit geht es gar nicht um Muslime oder Geflüchtete oder Frauen. Sie wollen alle einschüchtern, die sich einsetzen für die Freiheit des einzigartigen, abweichenden Individuellen. Deswegen müssen sich auch alle angesprochen fühlen.“ „Wir können immer wieder anfangen. Was es dazu braucht? Nicht viel: etwas Haltung, etwas lachenden Mut und nicht zuletzt die Bereitschaft, die Blickrichtung zu ändern, damit es häufiger geschieht, dass wir alle sagen: Wow. So sieht es also aus dieser Perspektive aus.“ Zum Weiterlesen —Carolin Emcke: „Gegen den Hass“; S. Fischer; 240 Seiten; 20 Euro. |dpa/rhp