Kaiserslautern Im Monte Mare purzeln die Rekorde

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Beim Schwimmfest im Monte Mare in Kaiserslautern erfolgen Starts und Anschläge im Minutentakt – über stramme zwei Tage hinweg! Eine wahre Meisterleistung des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs (KSK). Der Verein veranstaltete das nationale Schwimmfest bereits zum 50. Mal.

Das Wasser brodelt, am Beckenrand wuselt es. Die einen ziehen sich gerade die Badekappen über, andere schwimmen den Delfin auf dem Trockenen. Fans, Betreuer und Schwimmer bevölkern Beckenrand und Empore des 25-Meter-Bades am Monte Mare. An den Startblöcken wird sich mit Eimern Wasser übergekippt. Dazwischen verteilen die Trainer der insgesamt 17 teilnehmenden Vereine aus dem gesamten Südwesten letzte Anweisungen. Mit 83 Schwimmern schickt die Schwimmgemeinschaft Saar Max Ritter die meisten Sportler ins Wasser. Zum Vergleich: Wörth stellt mit drei Schwimmern das kleinste Team. Die AquaKids sind zu acht am Start. Der KSK stellt mit 52 Startern und drei Mannschaften die größte Vereinsgruppe. Im Wasser ziehen die Schwimmer zum Schlussspurt an, die nächsten stehen schon bereit. Pfiffe bringen neben den Schwimmern die Schwimmrichter an den sechs Bahnen in Position. Die Zielrichter kontrollieren die Stoppuhren, sind sie doch quasi der doppelte Boden der elektronischen Zeitmessung. Beim nächsten Pfiff entschwinden die Schwimmer im Wasser, legen kräftig los. Zeitgleich steigen jene aus dem Bad, die ihren Lauf gerade hinter sich haben. Was für Außenstehende nach völligem Chaos aussieht, läuft wie am Schnürchen. „Wir kommen zeitlich gut durch. Es läuft rund, weil viele Helfer angreifen und zur Stelle sind“, zeigt sich Thilo Vollrath, KSK-Vorsitzender, absolut stolz auf das Vereinsgeschehen. Auf die Erfolge seiner über 52 Schwimmer, die sich im über 400 Teilnehmer zählenden Feld sehr gut behaupten, ist der Vorsitzende natürlich besonders stolz, obwohl er lachend zugeben muss: „Wenn ich mir so manche Finalläufe anschaue, dann sind wir wirklich gute Gastgeber!“ Wiederholt schlugen die KSKler im entscheidenden Moment als Zweite an, müssen der auswärtigen Konkurrenz den Sieg überlassen. Immer unter den strengen Augen der beiden offiziellen Schiedsrichter Manuel Geißner und Martin Baldes aus dem Saarland. Die beiden leiten souverän das gesamte Team des Kampfgerichtes, ohne dass sie groß zu sehen sind. „Sie sind uns echt eine Stütze“, verdeutlicht Mirko Obradovic, Abteilungsleiter Schwimmen und Cheftrainer beim KSK, wie wichtig gute Schiedsrichter sind. Genauso wichtig ist natürlich auch der Hausherr des Monte Mare Bades. Das Miteinander von KSK und Monte Mare bezeichnen Obradovic und Vollrath als wirklich gut. Es zeigt sich nicht zuletzt am Monte-Mare-Cup, der nach 2015 am Wochenende bereits zum zweiten Mal ausgeschwommen wurde. Im Wasser purzeln derweil die Rekorde. In entspannter Schwimmfestatmosphäre zeigen sich die Leistungssportler unter den Teilnehmern in Bestform. Auch der Nachwuchs schwimmt gute Zeiten. Der KSK-Schwimmerin Franziska Kleber reichen gute Zeiten alleine nicht, sie will mehr, will die Qualifikation für die offene Klasse bei den deutschen Meisterschaften schaffen. „Sie ist nah dran“, kennt Obradovic die Stärken seiner Schwimmerin, die mit 16 Jahren ganz am Anfang steht. Über 100 Meter Rücken verpasst Kleber die Quali knapp. Mit 1:07,97 Minuten lässt sie in Kaiserslautern allerdings die Konkurrenz weit hinter sich. Insgesamt schwimmen die KSK-Aktiven sechsmal auf Platz eins, werden fünfmal Zweiter und siebenmal Dritter.

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