Kaiserslautern IG Metall startet Energiekampagne und sammelt Unterschriften

Die IG Metall fordert Entlastungen für die Bürger.
Die IG Metall fordert Entlastungen für die Bürger.

„Übergewinnsteuer, Gaspreisdeckel, niedrigere Strompreise und Entlastungen für alle auch für 2023“ lauten die Forderungen der IG Metall, denen sich die Geschäftsstelle Kaiserslautern anschließt: „Insbesondere Niedrig- und Normalverdiener in der Westpfalz brauchen dringend weitere Unterstützung.“

Angesichts der durch Energiekosten getriebenen Inflation ruft die IG Metall Kaiserslautern die Bundesregierung dazu auf, „dringend weitere Entlastungen auf den Weg zu bringen“. Insbesondere Bürger mit geringen oder normalen Einkommen sind laut der Gewerkschaft bei den bisherigen Energiepaketen zu kurz gekommen. „Für eine gerechte Bewältigung“ der Preis-Krise hat die IG Metall eine Unterschriftenkampagne in den Betrieben gestartet. Die Forderung: „Krisengewinne abschöpfen – Kosten deckeln!“

Bernd Löffler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall: „Die Profitgier Weniger treibt die Preise. Unternehmen reichen gestiegene Kosten weiter. Beschäftigte können das nicht. Bei dieser grassierenden Inflation muss jetzt die Politik dringend handeln.“ Weder die Tarifpartner und noch die Bürger könnten die anhaltende Inflation beenden. Darum brauche es jetzt politische Maßnahmen, die bis ins kommende Jahr wirkten.

„Politik muss für mehr Gerechtigkeit sorgen“

„Bei jeder Fahrt an die Zapfsäule, bei jedem Gang an die Kasse: Diese Inflation und der Gedanke an die nächste Strom- und Gasrechnung belasten alle und gerade Geringverdiener enorm. Die Politik muss für mehr Gerechtigkeit sorgen“, schließt sich Alexander Ulrich, 2. Bevollmächtigter, an.

Die IG Metall fordert Maßnahmen über die bestehenden Entlastungspakete der Bundesregierung hinaus. Eine Sondersteuer auf Übergewinne solle Unternehmen beschränken, die ihre Marktmacht rücksichtslos ausnutzten. Mit den Einnahmen könnten weitere staatliche Entlastungen finanziert werden, so die IG Metall: „Dazu zähle ein Gaspreisdeckel von 7,5 Cent je Kilowattstunde (kWh) für einen Grundverbrauch bis 8000 kWh. Das Preislimit solle zudem für bei der Stromproduktion eingesetztes Gas gelten.

Darüber hinaus gehöre laut IG Metall die soziale Schieflage in den bisherigen Entlastungspaketen beendet: Rentner, Studierende und Erwerbslose seien bislang etwa bei der Energiepreispauschale leer ausgegangen. „Insbesondere die Schwächsten erwarten zurecht staatliche Eingriffe bei dieser Krise“, sagt Löffler.

Info

Neben IG Metall-Mitgliedern und Beschäftigen in den Betrieben können sich alle in der Region online an der Unterschriftenaktion beteiligen: igmetall.de/deckel-drauf

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